Milo Malakian ist Oberhaupt eines armenischen Mafiaclans und betreibt in Südfrankreich sein kriminelles Geschäft. Er will seinen Sohn Anton behutsam als Nachfolger aufbauen. Ein großer Coup in zweistelliger Millionenhöhe soll die Weichen für die Zukunft stellen.
Mit 22 Bullets graste Jean Reno kurze Zeit später ja schonmal sehr ähnliches Terrain ab, allerdings unterschidet sich die Herangehensweise der beiden Filme ähnlich wie bei Armageddon und Deep Impact. Inside Ring geht eher auf die psychadelische Ebene des Verbrechens und präsentiert einen Vater/Sohn Konflikt, wie es ihn schon zigmal vorher gab.
Dabei ist es beinahe egal ob das Drama in einer Mafiafamilie aus Armenien angesiedelt ist, lediglich beim großen Coup kommt das kriminelle Milieu zum tragen und sorgt auch gleichzeitig für den Höhepunkt in Sachen Action. Vorher gibts eher banales Dialogbombardement, wenn der Vater versucht Junior als zukünftiges Oberhaupt zu etablieren, dieser aber lieber mit seiner Schnitte legale Pläne für eine Hoteleröffnung diskutiert.
Dazu kommt das irgendwie seltsam distanzierte Spiel der Darsteller, die die ohnehin schon ruhige Geschichte noch mehr ausbremsen. Selbst Veteran Reno kam mir irgendwie unbeteiligt vor. Wenn das jetzt ein Stilmittel gewesen sein sollte, hat es in meinen Augen alles andere als funktioniert.
Handwerklich ist alles solide abgefilmt, das können die Franzosen einfach. Die Anfangsbilder vom einstigen Völkermord an den Armeniern hätte man sich dafür wiederum sparen können, da der Film diesen Plot fortan völig fallen läßt (wen diese Thematik interessiert, dem kann ich nur Aghet empfehen). Schade das man nicht mehr Augenmerk auf die tägliche Mafiarbeit oder den Konflikt von Milo und dem Cop Saunier gelegt hat. Ich jedenfalls hatte einen harten Thriller erwartet und ein durchschnittliches Drama bekommen.
5/10