„Timm Thaler“war damals die erste Weihnachtsserie im ZDF,die für die heute 30jährigen Zuschauer Kultstatus erreicht hat.
Timm ist aufgrund seines natürlichen Lachens sehr beliebt,das stellt auch „Der Baron“fest,ein undurchsichtiger Geschäftsmann.Er kauft Timm sein Lachen ab,als dieser nach dem Tod seines Vaters feststellen muß,dass kein Geld mehr da ist.Dafür erhält Timm die Fähigkeit jede Wette zu gewinnen,womit er der reichste Junge der Welt werden kann.Doch das macht ihn nicht glücklich und so reißt er dem Baron hinterher,um sein Lachen zurück zu bekommen.
Eine Serie von „damals“,wo Gewalt und grelle Farben eher selten waren.
Tommy Ohrner wurde durch die überzeugend gespielte Rolle über Nacht zum Star und Horst Frank wurde zum Inbegriff des Bösewichts,fast immer mit Sonnenbrille und einem diabolischen Lachen.
Beide liefern sich immer wieder fesselnde Machtspiele,die Unverfrorenheit Timms gegenüber den Erwachsenen,dem feinen Benehmen und ihrem heuchlerischen Gehabe entgegenzutreten,war beispiellos und er bot eine tolle Identifikationsfigur.
Die Schauplätze,wie die Insel Aravandi und der Vulkanpalast,waren klasse gewählt und verbreiteten eine stimmige Abenteueratmosphäre.Dazu gesellte sich der eingängige,bisweilen fast traurig klingende Soundtrack von Christian Bruhn.
Liebevolle Unterhaltung mit stark nostalgischem Flair,schön wenn man zuweilen auf angestaubte Videokassetten zurückgreifen kann…
8 von 10 Punkten