Nachdem Fritz Lang seinen Superschurken Dr. Mabuse 1960 mit "Die 1000 Augen des Mr. Mabuse" erfolgreich reanimieren konnte, folgte ähnlich wie bei Edgar Wallace eine ganze Serie von recht abstrusen und eher nur unter Trash-Aspekten interessanten Nachziehern. Jess Franco schaffte es allerdings mit diesem Streifen - was niemanden verwundern sollte - den Mythos vollends zu verhunzen. Mabuse, hier kurz Dr.M, versucht mal wieder die Welt zu unterjochen, wobei dies primär durch die Entführung ansehnlicher Damen erreicht werden soll (bzw. wahrscheinlich ist sein Plan doch etwas ausgefeilter, aber bei der verquasten Story blickt echt keiner durch.) Wie zu erwarten geht es dem Maestro natürlich in erster Linie nur darum, eben diese Damen in allerlei abgefahrenen Klamotten zu zeigen und diese Klamotten dann anschließend loszuwerden - letzteres coolerweise mit unzähligen Zooms auf sekundäre Genitalmerkmale! Interessant desweiteren noch die Teilnahme eines Frankenstein-Monsters, das immer wieder für Lacher sorgt und die Tatsache, dass Franco einige angesehene deutsche Altstars schnöde dahinsterben lässt. So kann man u.a. Siegfried "Der Alte" Lowitz in einem recht geschmacklosen Todestaumel erleben. Aufgrund derartigen Abscheulichkeiten und der psychedelischen Inszenierung dürften damalige Kinogänger "Dr. M schlägt zu" wohl nur mit Unverständnis und Verärgerung begegnet sein, aber heute, wo sich der kleine Spanier schon längst weltweit in die Herzen der Trash-Fans geschludert hat, sieht man die Sache natürlich mit ganz anderen Augen. Ich jedenfalls finde den Streifen recht amüsant und kann ihn gleichgesinnten Euro-Trash-Freunden und Francophilen nur empfehlen.