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Zwei Freunde, der eine soeben von seiner Freundin verlassen, der andere von seinem Chef gefeuert, planen eine Trekking-Tour in ein kleines britisches Kaff. Dort angekommen, erscheint es den beiden fast so, als wären sie im Paradies gelandet, sie dürften gratis in einem Haus gemeinsam mit ein paar attraktiven Studentinnen übernachten. Doch dann müssen sie feststellen, dass in der Gegend lesbische Vampire Menschen töten und dann soll auch noch einer von ihnen der Auserwählte sein, der dem Treiben der Blutsauger ein Ende setzt.

Gerade bei Parodien wird von allerhand Regisseuren und Autoren sehr oft ziemlich viel falsch gemacht. Die Schundfilme von Friedberg und Seltzer belegen dies immer wieder aufs Neue, wie ihr aktueller Trash "Beilight" zeigt und auch Mel Brooks oder Jerry Zucker, eigentlich die besten Regisseure des Genres, haben sich auch des Öfteren mit harmlosen Klamauk behelfen müssen, weil es offensichtlich schwer fällt, die Vorbilder an ihren Wunden Punkten zu treffen oder allgemein ganze Genres gelungen zu parodieren.

Und auch "Lesbian Vampire Killers" ist letztlich kein guter Film, wenngleich er verglichen mit anderen Genrefilmen immer noch durchaus erträglich geworden ist. Problematisch ist unter Anderem die Story, die keinen Genrefilm direkt parodiert, sondern allgemeine Stereotypen verwendet. Wirklich innovativ ist das Ganze dabei eher weniger, höchstens die Idee mit den lesbischen Vampiren ist durchaus bemerkenswert.

Doch im Gegensatz zu "Shaun of the Dead" oder "Hot Fuzz", die mit Gags im Sekundentakt und schwarzem Humor der feinsten Sorte überragende Unterhaltung bieten konnten, ist "Lesbian Vampire Killers" leider nur mäßig unterhaltsam, weil allzu viele Rohrkrepierer dabei sind und das Geschehen allgemein nur schleppend vorangebracht wird. Vor allem die lockeren Sprüche der beiden klassischen Loser-Typen sollen für Unterhaltung sorgen, doch dies hat man so oder so ähnlich bereits dutzendfach gesehen, sodass nur selten echte Lacher dabei sind.

Vor allem die Darsteller sind es, die den Film noch ins untere Mittelmaß hieven, während “Lesbian Vampire Killers“ letztlich kaum blutig ausgefallen ist, was man den Machern wohl als Inkonsequenz anlasten muss. Denn so ist der Humor leider auch nicht so schwarz wie er hätte werden können, während wenigstens die lesbischen Vampire für einen gewissen Schauwert sorgen, der ansonsten aber ebenfalls kaum gegeben ist.

Fazit:
"Lesbian Vampire Killers" startet nie richtig durch, zu harmlos sind die Splatter-Szenen, zu rar die Gags, zu dämlich die Story und zu gering der Einfallsreichtum. Halbwegs unterhaltsam, aber alles andere als gut.

42%  

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