Review
von Leimbacher-Mario
Mad Klecks
Warum habe ich noch nicht über „Solarbabies“ mit der bezaubernden Jami Gertz geschrieben? Nachdem ich den ein Jahr jüngeren „The Lost Boys“ schon immer und drei Tage abfeiere?! Weil ich ihn einfach noch nie gesehen habe! Ha! Anders als der genannte Vampirstyler, „Goonies“ oder „Hook“, gehörte der bizarre Mix aus kindlichem Rollschuhabenteuer und waschechtem Endzeit-Actioner nicht zu meiner Kindheit. Schade eigentlich, denn das Ding rockt! Zumindest auf seine trashig-unterhaltsame, genre- und zielpublikumsprengende Art, sodass ich diese rollschuhfahrenden Waisen in einer postapokalyptischen, dystopischen Welt ohne Wasser jedem „Maze Runner“ oder „Panem“ von heute locker vorziehen würde...
„Solarbabies“ kann sich nicht entscheiden ob Kinder-, Jugend- oder Erwachsenenabenteuer - und gerade das macht seinen Reiz aus! Sowas wird heutzutage nichtmal annähernd mehr so produziert und gewagt. Fräulein Gertz Charme kann man(n) sich (immer noch) nicht entziehen, Rollschuhfahren wird auf einmal wieder cool (selbst über Gitter und Kies scheint es problemlos zu rollen^^), die wüstenartige Welt lässt sich gut mit der Bande entdecken und insgesamt hat man einfach eine gute Zeit. Ein „Goonies“ spielt nochmal eine Liga höher, aber auch dieses „Sandlight Express“ hat seinen eigenen Flow, Witz und fast eine gewisse Coolness. Nur in den 80ern, Baby, nur in den 80ern... Und wie anfangs gesagt: funktioniert bei mir scheinbar sogar ohne rosarote Nostalgiebrille! Highlight: die „Angstmaschine“!
Fazit: unschuldige postapokalyptische Sause, (nicht nur) für Kinder, eher für Kindgebliebene. Das konnte nur in den 80ern geboren werden. Irgendwo zwischen „Road Warrior“, „Goonies“ und „Rollerball“. Sehr gewinnend, noch heute. Erst recht wenn man für das Jahrzehnt und ein deutliches Vorbild von „Turbo Kid“ und Co. etwas übrig hat. Herrlich. I love it!