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Es hätte so lustig werden können, denn die Idee stimmt. Hollywoods Comedy-Ass Steve Oedekerk schmuggelt sich und ne ganze Menge andere Albernheiten, per Digitaltricktechnik, in den asiatischen Kung Fu-Streifen "Tiger and Crane Fists" ein und synchronisiert zudem noch alle vorhandenen Darsteller (sogar sich selbst) neu und zwar ganz allein. Dumm nur, wenn das Endprodukt dann so ein derart unlustiger Schund wird wie "Kung Pow: Enter the Fist".

An dieser "Komödie" stimmt einfach absolut nichts. Die Story um einen "Auserwählten" der sich für den Tod seiner Familie rächen will, ist schon einmal komplett für den Arsch, da sie nur als minimaler Aufänger für die ganzen Albernheiten gewertet werden kann. Aber nun gut viel mehr erwartet man bei solch einer Slapstick-Komödie auch nicht.

Gute Gags dagegen schon und davon sind in dieser Comedy alles in allem gerade mal 2 Witze vorhanden die wirklich zünden (Das Baby was am Anfang des Streifens den Berg herunterholt und die gelungene Matrix-Parodie), ansonsten hat es Oedekerk hier mit seinen Albernheiten aber so was von derartig übertrieben, dass es in keinster Weise mehr lustig ist. Der Zuschauer hat keine Ausszeit, sondern wird wirklich mit jedem Dialog und mit jeder Handlung nur so mit grottigen Gags und Schwachfug in höchster Potenz zugeschüttet. Grob spult sich die Witze-Grotte nur so vor einem ab, dass einem ganz schlecht von den vielen beschissenen und vollkommen undurchdachten Gags wird.

Dazu geht einem Oedekerks Selbstsynchronisation eigentlich nur total auf den Geist. (von der dt. Synchro mal ganz zu schweigen) Er hat sich wirklich alle Figuren vorgenommen und sie mit einer grauenhaften Stümperhaftigkeit synchronisiert. Gut, dass mag sicher auch so gewollt sein, doch dem Zuschauer geht das Ganze bereits nach wenigen Sekunden derart auf den Zeiger und hält es kaum aus, sich diesem Mist bis zur 79 Minute anzutun!

Des weiteren hat Oedekerk auch noch ein paar weitere Sound-Spielereien eingebracht, die ebenfalls nicht sonderlich lustig sind. So läßt er zum Beispiel das Bellen seines Hundes und viele andere Geräusche und Stimmen A-Syncron zum Bild ablaufen. Was beim ersten Mal noch fürn Schmunzler sorgt wirkt beim zweiten Mal schon abgekaut.

Zwischendurch probiert er auch noch einiges an Parodien auf Filme, außerhalb des Eastern-Genre, einzubringen und scheitert ebenfalls kläglich. So müssen neben "Matrix" auch Filme wie "Twister" oder "Der König der Löwen" dran glauben, ohne das man auch nur einmal darüber Lachen kann!

Wenn man wirklich noch etwas Positives zwischen all dem Rotz finden möchte so kann man höchstens erwähnen, dass das Einfügen von Oedekerk und seinen Albernheiten, recht nahtlos geklappt hat und das man meist wirklich nicht erkennt, dass man eigentlich zwei Filme auf einmal sieht. Aber was nützt das, wenn der Rest so beschissen ist?

Oedekerk selbst sollte übrigens auch nie wieder probieren zu schauspielern, denn er kann es einfach nicht. Er mag ein As als Regisseur sein (außer hier), er mag ein guter Drehbuchschreiber sein (außer hier), aber Schauspielern kann der gute Steve leider in keinster Weise!

Fazit: Unglaublich dämliches und in absolut keinster Weise lustiges Filmexperiment, in dem sich ein (hier wirklich sehr schlechtes) Multitalent in einen Film reinmogelt und dabei alles nur so auf den Kopf stellt. Hier funktioniert wirklich absolut kein Gag (die zwei Schmunzler übersehe ich jetzt mal) und die gewollt grottige Eigensynchronisation der Figuren geht einem schon nach Sekunden auf die Nerven! Wer über diesen Mist lachen kann, der ist entweder geistig wirklich arg beschränkt, jünger als 8 Jahre oder hat gerade so derartig viel Alkohol intus, dass er einfach nicht mehr die Möglichkeit hat, gute Gags von wirklich miesen Möchtegern-Jokes zu unterscheiden.
Einfach nur ganz schlimm das Ganze, zumal eine Fortsetzung auch schon geplant ist!

Wertung: 2/10

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