Als ich diesen Film das erste Mal sah, dachte ich mir: "Nanu, was war denn das für ein komischer Film? Was finden so viele daran so toll?" Doch nach einiger Zeit, als ich die Zeit hatte, das Gesehene zu verarbeiten, wurde mir bewusst, was für einen coolen Film ich da eigentlich sah.
Der Film handelt von einem namenlosen Erzähler, gespielt von Edward Norton. Dieser hat einen unglaublich langweiligen Bürojob in einer Automobilfirma, lebt ein langweiliges Leben, in dem er seine Wohnung mit unzähligen Ikeaartikeln voll stopft. Er lernt den charismatischen Tyler Durden (Brad Pitt) kennen, der ihn lehrt, dass Konsum nicht alles ist, dass das Nichts haben interessanter ist. Zusammen gründen sie den "Fight Club", wo sich Männer verprügeln, um psychische Probleme abzubauen. Das Projekt wächst und wächst und verändert sich in eine Richtung, die unserem Erzähler gar nicht gefällt...
Der Film enthält gegen Ende eine sehr überraschende Wendung, die praktisch die gesamte Story, wie man sie bisher sah, vollkommen anders erscheinen lässt. Daher finde ich, dass man den Film beim ersten mal schauen so gut wie gar nicht verstehen kann, oder wie ich Zeit braucht, um zu realisieren, was das für ein Film war. Fight Club ist eine tief schwarze Komödie und es gibt viele witzige Szenen. Gesellschaftskritik, die viele in den Film reininterpretieren, konnte ich jetzt nicht so stark entdecken, aber vielleicht wollte ich sie auch nicht sehen, da ich eigentlich einer dieser Konsummenschen bin, gegen die sich der Film wendet.
Fazit: Cooler Film, mit interessanten und witzigen Dialogen und auch sehr irren Kamerafahrten. Bitte mehr als nur einmal anschauen!