2
Alfonso Brescia mit einem reichlich absurden Beitrag zur Supermänner-Reihe, der frei von der Leber weg Amazonen, Barbaren und Kung-Fu-Kämpfer in einem eigentlich ausgestorben geglaubten Sandalenfilm-Setting kombiniert. Die Sinnessuche fällt mittels der Rainer-Brandt-Synchro, welche sich klar der Bud Spencer Erfolgswelle beugt und zuweilen leider auch ins Rassistische abdriftet, denkbar schwerer. Gleichwohl erscheint es jedoch auch unglaubwürdig, daß die Italiener sich im Original mehr bei der Amazonen Jagd nach dem ewigen Feuer und den hilflosen Dorfbewohnern, die sich der Amazonen nur per Superhelden, eben den Hütern dieses Elements, zu erwehren wissen, gedacht haben werden. Supermänner gegen Amazonen erscheint überaus albern und überholt. Man muß schon eine sehr besondere Vorliebe hegen, um ein so ungelenk ausgestaltetes und wenig dichtes Werk schätzen zu wollen.
8
Der Film ist einfach völlig plem plem. Amazonen rauben ein Dorflager aus und der Superheld Dharma, der seit 400 jahren auf das Dorf aufpasst, schnappt sich noch einen Asiaten und einen Schwarzen und kämpft mit denen gegen die Amazonen. Zwischendurch wird ein bekloppter Spruch nach dem anderen vom Stapel gelassen und zwar im allseits beliebten Schnodder Deutsch, denn niemand geringerer als Rainer Brandt hat sich für die deutsche Vertonung schuldig gemacht. Ansonsten wird eigentlich nur immer und immer wieder dem Salto gehuldigt, oder man hüpft Schluchten empor. Ach und es gibt noch eine Schlägertruppe die den dreien auf den fersen ist, wobei ihre einzige Aufgabe darin zu bestehen scheint sich zusammen schlagen zu lassen. Wer für solchen Output Interesse hat, mit den Bud Spencer und Terence Hill Filmen gut klar kommt und es noch ein paar Nummern abgedrehter und chaotischer mag, der wird an dem Film seine helle Freude haben.
7
Al Bradley alias Alfonso Brescia ist doch immer wieder für einen echten Klopper gut. Der Film ist ein billig heruntergekurbeltes Actionfilmchen, das durch lachhafte Sets, dilettantische Schauspieler und eine Fülle schlichtweg völlig beknackter Ideen besticht. Die deutsche Synchro gibt Vollgas als gäbe es kein Morgen und dementsprechend ist die Anzahl der blöden Sprüche hier wohl locker doppelt so hoch wie in allen Spencer/Hill-Filmen zusammen. Mir jedenfalls wird auch dieses Brescia-Werk als ein einziger unterhaltsamer Lachkrampf in Erinnerung bleiben, den sich Trash-Fans nicht entgehen lassen sollten. Unnötig zu erwähnen, das sich Mainstream-Glotzer unter allen Umständen fernhalten sollten.