"Laid to Rest" hat einiges zu bieten. Einen irren Killer mit Chrom-Maske und Kamera auf der Schulter, mit der er seine Morde aufnimmt und an die Polizei schickt. Der Killer hat seine eigenen Prinzipien, was ihn von den sonstigen 08/15 Typen deutlich unterscheidet. Seine Maske muss immer porentief sauber sein, ansonsten nimmt er sich beim Morden die Zeit, sie gründlich zu reinigen. Im Gegensatz zu normalen Opfern, die er meistens mit einem Rambo-Messer wegschnitzelt, muss der Mord an seiner Auserwählten auf Video festgehalten werden (was natürlich auch noch eine Rolle spielen wird).
Zudem kann der Film mit knüppelharten Goreeffekten, schwarzen Humor und einigermaßen solide agierenden Schauspieler aufwarten.
Der Film im Ganzen wäre auch mit Sicherheit ganz gut geworden, wenn da nicht eklatante Logikpatzer wären. Jungs, ich erwarte nicht 100% Realismus bei solchen Filmen, aber in "Laid To Rest" wird der Bogen überspannt. Was macht jeder normaltickende Mensch, wenn ein Killer hinter ihm her ist? Genau, das Weite suchen oder wenn man Chuck Norris heißt ihn mit einem Handkantenschlag auf den Mond schießen. Unser Heldentrio jedoch tut alles mögliche, um nicht aus der Stadt zu kommen. Es gibt immer Gründe, für nochmal zurückzukehren. Spätestens, als unsere weibliche Helden-Figur an der Tanke ein neues Videoband für den Killer kaufen soll, und ihm willenlos gehorcht anstatt Alarm zu schlagen, brummt mir der Arsch.
Ansonsten bietet das Katz- und Mausspiel ordentlich Drive und man kann zumindest mit den beiden anderen Hauptdarstellern mitfiebern.
5,5/10