Review

Inhalt:
Eine junge Frau (Bobbi Sue Luther) (im Verlauf des Filmes bekommt sie den Spitznamen Princess) wacht in einem Sarg auf und reagiert verständlicherweise panisch aber es gelingt ihr sich zu befreien. Sie stellt fest das sie sich in einem abgelegenen Bestattungsinstitut befindet.
Erfolglos versucht sie die Polizei per Telefon zu verständigen und wird dann Zeugin wie ein älterer Mann (Richard Lynch) von einem Fremden mit einer Skelett Chrom-Maske brutal ermordet wird. Es gelingt ihr dem Maskierten zu entkommen und die Straße zu erreichen. Schließlich trifft sie dort auf Tucker Smith (Kevin Gage) der gerade mit seinem Auto auf dem Weg nach Hause ist.
Dieser nimmt die verstörte Frau mit.

Beim Haus angekommen ist Tuckers Frau Cindy (Lena Headey) zuerst nicht von dem unangemeldeten Gast begeistert doch ändert ihre Meinung als sie merkt das Princess wirklich traumatisiert ist. Princess besteht darauf die Polizei zu verständigen doch Tucker und Cindy haben keinen Telefonanschluss mehr und Tuckers Auto hat nicht genug Benzin um sie bis zur nächsten Polizeistation zu bringen. Wegen einer Kopfverletzung hat Princess zudem keine Erinnerung an die Ereignisse vor dem Aufwachen in dem Sarg sowie über ihre Identität.

Es sieht zunächst so aus als könnte Princess sich im Hause der Tuckers ausruhen doch dann taucht der maskierte Killer, ChromeSkull (Nick Principe), auf und tötet Cindy vor den Augen ihres Mannes und Princess. Den beiden gelingt es mit Tuckers Auto dem Psychopathen zu entkommen doch das Benzin reicht nicht mehr lange und so halten sie am nächsten Haus an. Dieses gehört Steven (Sean Whalen), einem jungen Mann, dessen Mutter vor kurzem verstorben ist. Leider verfügt er auch über kein Telefon aber mit seinem Computer kann er der Polizei in der nächsten Großstadt eine Mail zuzuschicken.

Und auch in Bezug auf die Identität des maskierten Killers ChromeSkull, der eine kleine Kamera auf seiner Schulter befestigt hat und so seine Morde filmt, kann Steven mit etwas Internetrecherche weiterhelfen: Princess Verfolger ist nämlich ein Serienkiller der die Aufnahmen seiner Morde an die Polizei schickt.
Gemeinsam macht sich das Trio auf den Weg zur örtlichen Polizeistation um dort besseren Schutz zu haben. Doch dort angekommen müssen die Drei zu ihrem Entsetzen feststellen das ChromeSkull bereits dort ist und den Sheriff und seinen Deputy brutal abgeschlachtet hat. Nur knapp gelingt es Princess und den Anderen ChromeSkull zu entkommen und der denkt nicht daran aufzugeben...


Meinung:

Mit Laid to Rest hat Robert Hall einen sehr guten Slasherfilm abgeliefert. Hall der vor allem als Make-up Designer bei Filmen wie Red Sands, Room 6, The Crazies (Remake) oder Body Snatchers (1993) mitwirkte und auch eine eigene Firma für Special Effects, Almost Human, betreibt kennt sich gut mit der Materie aus. Besonders die Splattereffekte sind eindrucksvoll inszeniert.
Hierbei muss gesagt werden das die dt. DVD um einige Sekunden geschnitten ist (17,96 Sekunden) was allerdings nicht so sehr ins Gewicht fällt da man der Handlung weiterhin folgen kann und es auch noch so genug blutige Effekte im Film gibt.
Auch atmosphärisch ist Laid to Rest gut inszeniert. Der Großteil der Handlung spielt in der Nacht was auch symbolisch gesehen werden kann da erst mit Anbruch des Tages ChromeSkull getötet werden kann und die Protagonistin zum Teil wieder Klarheit über ihre wahre Identität  erlangt, also quasi wieder Licht ins Dunkel des Gedächtnisverlustes bringt. Auch die Schauplätze (u. a. eine verfallene Scheune, das Polizeirevier, das Bestattungsinstitut)  sind schön unheimlich dargestellt. Die Schauspieler leisten alle sehr gute Arbeit.
Kevin Cage, Sean Whalen und Sue Luther spielen hier Charaktere die dem Zuschauer sympathisch sind und so einen Kontrast zum Killer ChromeSkull bilden.

Denn der, schön unheimlich gespielt von Nick Principe, ist ein Antagonist den man sich auch gut als Gegenspieler in einem James Bond (Daniel Craig) oder Batmanfilm (Christopher Nolan) vorstellen könnte.
Das stylishe Erscheinungsbild von ChromeSkull und seine sterile Maske heben seine Grausamkeit gegenüber seinen Opfern nur noch hervor, was auch schon zu Anfang des Filmes zu sehen ist wo Clips aus ChromeSkulls Kamera gezeigt werden. Auch das Versteck des Killers, eine verfallene, abgelegne Scheune, wo dieser die verwesenden Leichen seiner Opfer in Särgen aufbewahrt verstärkt nur noch den Kontrast zum Erscheinungsbild des modisch gekleideten Psychopathen. Weiterhin ist es interessant wie ChromeSkull sich von anderen Ikonen des Slasherfilms wie Jason Voorhees unterscheidet. So hat er immer einen Metallkoffer bei sich in dem er u. a. Schmerzmittel und medizinische Materialien aufbewahrt um sich im Falle einer Verwundung selbst versorgen zu können oder um sich schmerzunempfindlich zu machen.

Weiterhin bewahrt ChromeSkull in dem Koffer eine Substanz auf die er regelmäßig auf die Innenseite seiner Maske schmiert damit diese an seinem Gesicht haften bleibt...was ihm später zum Nachteil gerät wenn der Metallkoffer in die Hände der Protagonisten gerät... . Und als es den Protagonisten gelingt sein Handy zu ergattern können sie keine Hilfe rufen da dieses Passwortgesichert ist.
In der Tradition von Jason Voorhees oder Michael Myers sagt ChromeSkull kein Wort persönlich (er kommuniziert im Film nur mit einer Art Sprachmodul das eine elektronische Stimme erzeugt) und nur einmal stöhnt er genervt auf als ihm ein Angestellter einer Tanktstelle mit einer Schusswaffe entgegentritt... Im Gegensatz zu anderen Filmschurken wie Jason, Leatherface oder Freddy gibt es zu ChromeSkull kaum Hintergrundinformationen (bis auf die Tatsache das er ein sadistischer Psychopath ist). Nur seinen wahren Namen erfährt der Zuschauer im Verlauf des Filmes.
2011 gab es einen Nachfolger zu Laid to Rest was ich persönlich nicht so gut finde. Zwar gibt es dann mehr Infomationen zu ChromeSkull aber ich persönlich empfand das Ende des ersten Teiles als gut inszeniert und guten Abschluss eines unterhaltsamen Horrorfilmes.

Die dt. DVD verfügt über zahlreiche Extras die man sich auf alle Fälle anschauen sollte. Weiterhin ist es ratsam Laid to Rest im OT anzuschauen da die dt. Synchronisation nicht wirklich überzeugt.

Fazit: Genrefans sollten Laid to Rest zumindestens einmal angesehen haben da Hall mit ChromeSkull einen richtig guten Antagonisten erschaffen hat.

(6,5/10)

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