Ich würde euch ja gerne was drüber erzählen, wenn mir nur mal jemand sagen würde, worum es in dem Film geht!? Irgendwas mit Krieg und so. Cuba wird irgendwie reingelegt, aber was und wieso, erfahren wir eigentlich nicht. Da man gar nicht weiß, worum es geht, entsteht auch überhaupt gar keine Spannung. Erst in den letzten drei Minuten ergibt sich so etwas wie ein Plot.
Abgesehen davon bleiben die übrigen Charaktere unerklärt. Man weiß nicht, wer Freund oder Feind ist. Man weiß nicht, warum Cuba an den Orten ist, an denen er gezeigt wird. Man erfährt nicht, wohin er als nächstes geht, noch wovor er davonläuft.
Abgesehen von der Performance von Cuba Gooding Jr. ("Führ mich zum Schotter!" - dafür gab's einen Oscar. Und auch als Radio mit Ed Harris ist er unvergessen), der genauso wie J.K. Simmons (Vater von Juno, Boss von Spiderman) selbst in so einem Filmchen nicht schlecht spielen kann, ist der Ablauf langatmig, die ein oder zwei Kämpfe schlecht inszeniert, das militärische Verhalten laienhaft, und die zwei Zitate aus "Die Kunst des Krieges" könnten nicht weniger Bezug zu irgendwas haben. Dazu Rückblenden und Zeitsprünge ohne Motivation, Hintergrundmusik zum Einschlafen.
Und selbst die Grundaussage, dass irgendwer vom Krieg profitiert, bleibt diffus bis unverständlich. Nichtmal das Leid oder die Story von Kriegsveteranen wird behandelt. John Carter, Autor und Regisseur, hatte offenbar über Nacht ein grundlegendes Verständnis von Geschichte erlangt und will uns das irgendwie mitteilen, was irgendwie süß ist. Aber vom Schreiben versteht er nichts und von Filmen noch weniger. Würde er ein Geschichtsbuch für Fünftklässler schreiben, es würde sich nicht verkaufen. Würde er zu einer Gruppe radikaler Kriegsgegner sprechen, sie würden wegdösen.