Inhalt:
China während nachrevolutionärer Unruhen..., in einer Hafenstadt haben sich die Japaner breit und unbeliebt gemacht. Sie unterdrücken die Dock-Arbeiter..., während sie unlauteren Geschäften nachgehen..., insbesondere dem Waffen-Schmuggel. Wer zuviel weiß, hat schlechte Karten...
Ah Chin (Bruce Le), er hat Mutter und Heimatdorf verlassen, um in jener Stadt in der Schule des Meisters Ho (Lau Hok-Nin) sein ohnehin schon herausragendes KungFu zu verbessern, und den Japanern ihre Grenzen aufzuzeigen.
Doch Ho, der die Schule zusammen mit seinem besten Studenten, Ah Chai (Tang Yen Tsan), und seiner äußerst attraktiven Tochter (Michelle Lai) leitet, will sich aus den Konflikten mit den Japanern heraushalten. Er ist der Auffassung, wenn die Schule hier eingriffe, würde es den Dock-Arbeitern und den anderen Bewohnern erst richtig heimgezahlt werden...!
Der Ober-Boss (Ku Feng) der Japaner lässt seinen Schergen (Fong Yau, San Kuai u.a.) freie Hand, was den Terror gegen die Chinesen betrifft..., und der chinesische Kollaborateur Tau Fu (Yam Ho) ist feige und verschlagen.
Unterstützung erhalten die Japaner zudem von einem grobschlächtigen mongolischen Fighter (Bolo Yeung), der unüberwindlich scheint.
Männer werden getötet..., junge Frauen vergewaltigt...!
Ah Chin -immer begleitet von seinen Schul-Kumpels (Hon Gwok Choi, To Siu Ming) stellt sich einigen japanischen Schlägern entgegen, diese haben keine Chance gegen sein KungFu. Da nützt es den Japanern auch wenig, dass sie Polizei-Inspektor Chow (Kwan Hoi-San) aufhetzen, dessen Machtwort bei Meister Ho dem Widerstand Ah Chins Einhalt gebieten soll.
Letztendlich stellen die Japaner Meister Ho eine Falle, und dieser wird vergiftet. Dann überfallen die Japaner die KungFu-Schule als Ah Chin nicht da ist...., etliche Schüler, darunter auch ein ehemaliger Student (Li I Min), der seinem toten Meister die letzte Ehre erweisen wollte, werden getötet. Ah Chin erreicht die Schule erst nach dem Massaker...
Ah Chin will nunmehr blutige Rache nehmen..., im Alleingang stürmt er das Hauptquartier der Japaner......
Fazit:
Im Jahre 1978 drehte Regisseur To Lo Po diesen gelungenen KungFu-Actioner, ein typischer Vertreter des Eastern-Subgenres "Bruceploitation" und besserer Streifen dieser Gattung, die ja auch immer etwas trashiges hat.
Der Streifen hat eine sehr einfache Rache-Story, ein klares Handlungs-Schema, ist somit leicht verfolgbar..., To Lo Po drehte diesen Eastern routiniert ab..., und das ganze ist leichte, gute Unterhaltung für den Fan dieses Genres. Diese Fans wollen kernige KungFu-Kämpfe sehen..., und diese werden geboten, in der letzten halben Stunde wird fast ausschließlich gefightet, die Fans bekommen, wonach ihnen dürstet.
Die Atmosphäre ist erwartungsgemäß einfach und kostengünstig wirkend..., Hauptaugenmerk ist jederzeit die Geschichte -ein "Fist of fury"-Verschnitt (siehe mein Review zu "Fist of fury" auf dieser website)-, die sauber erzählt wird, und vor allem die zahlreichen KungFu-Kämpfe. Komik kommt nur am Rande vor, wenn Hon Gwok Choi und Dauer-Schieler To Siu Ming, die beide etwas unterbelichtet sind, leicht rumblödeln..., doch das sind seltene Szenen, die den Film keineswegs überlagern. Es ist ein eher ernster Eastern, das Rache-Schema dominiert die Handlungen der Darsteller, die Kämpfe, keine große Akrobatik, sie sind hart und reell.
Der Cast dieses Eastern ist dafür, dass er von einem kleinen Hongkonger Label stammt, hochkarätig: Der Darsteller Huang Kin Lung nannte sich nach dem Ableben von Bruce Lee, dem König des KungFu, "Bruce Le" in Anlehnung an den großen Meister. Er sieht Bruce Lee ähnlich..., fightet wie er, und er spielt hier diese Rolle so, wie Bruce Lee sie gespielt hätte. Und das durchaus überzeugend..., er imitiert Bruce Lee gekonnt, da ernsthaft agierend..., der Daumen streift die Nasenöffnung ab, kieksende Laute zwischen den Aktionen..., ein flinker, zackig-brutaler KungFu-Stil...., und mit dem Nunchaku kann Bruce Le genauso stark umgehen wie der 5 Jahre zuvor verstorbene King of KungFu.
Tang Yen Tsan, oft Nebendarsteller bei Shaw Brothers an der Seite solcher Granden wie Alexander Fu Sheng, David Chiang und Ti Lung, agiert zunächst zurückhaltend, dann fightet auch er zurück. Oberster Villain ist Genre-Ikone Ku Feng..., kaum im Einsatz, doch vor allem im Endkampf fighttechnisch gefordert. Michelle Lai ist hier der weibliche Blickfang..., auch sie fightet gut mit, spielt solide... und ist bildschön. Wer Michelle von der Bettkante schubst, muss schon mit TV-Aerobic-Lady Gaby Just verheiratet sein... ;-) .
Gast-Star ist Li I Min..., auch er war oft für die Shaw Brothers im Einsatz.
Und dann haben wir hier noch Bolo Yeung..., der einen absolut grobschlächtigen, brutalen Mongolen mit seiner für ihn typischen Art verkörpert..., er bietet sich mit Bruce Le einen geradezu kuriosen Fight, einer der Höhepunkte dieses Eastern.
Das Wichtigste ist ohnehin hier die KungFu-Action..., nach einem kultigen Opening, als vor roter Studio-Wand Bruce Le, Tang Yen Tsan und Li I Min mit Nunchaku, Tonfa und dreiteiligem Nunchaku schon mal vorab ihre Künste präsentieren.
Bruce Le zeigt einen zackigen, harten Stil..., die Fights sind dynamisch und rasant gestaltet..., kerniges KungFu. Bruce mischt die Gegner auf..., und vor allem im Endkampf nimmt er sich einen Villain nach dem anderen vor...., 1vs3-5 gegen die Schergen..., Duelle gegen Bolo Yeung, dem Bruce den Ohrring und den Zopf ausreißt..., und gegen Ku Feng. Ganz ohne Nunchaku geht es nicht..., die Waffe unterstützt aber den schnellen Stil des Fighters.
Eine der besten Kampfszenen vor dem mehrteiligen Show-Down erleben wir, als die japanischen Villains die Schule stürmen..., ein mehrminütiges, brutal geführtes Massaker mit schnellen Schnitten und einer gelungenen Slowmotion-Sequenz, als Li I Min mit seinem dreiteiligen Nunchaku durch die japanischen Reihen prescht.
Ich finde..., gleichwohl die Atmosphäre hier einfach ist, die ganz große Geschichte natürlich fehlt, "Bruce Le´s greatest revenge" ("Bruce Lee - Seine tödliche Rache") ist ein durchaus gelungener, einer der besseren Streifen des Eastern-Genres "Bruceploitation"..., und Bruce Le zeigt, dass er neben Ho Chung-Dao (Bruce Li) der beste Immitator des großen Bruce Lee war.
7/10.