Ein Katastrophenfilm im wahrsten Sinne des Wortes.
„Wer Roland Emmerichs ‚Independence Day’ und ‚2012’ mochte, wird um ‚Quantum Apocalypse’ nicht herumkommen.“ So urteilte unlängst das DVD Magazin, und durch positive Rezensionen wie diese bin ich auf den Film „Quantum Apocalypse“ aufmerksam geworden, ein laut DVD Magazin „Weltuntergangsthriller der besonderen Art“.
Nachdem ich den Film nun gesehen habe, beschäftigt mich die Frage, ob es nicht möglich sein könnte, dass sich die Rechteinhaber des Films die positiven Rezensionen schlicht und ergreifend erkauft haben. Denn „Quantum Apocalypse“ ist eine Gurke auf allenfalls unterem TV-Niveau, und dieses Machwerk in einem Atemzug mit Blockbustern wie „Independence Day“ und „2012“ zu nennen, ist haarsträubend tatsacheninkompatibler Unfug.
Wer von einem Katastrophenfilm eine Katastrophe erwartet, der bekommt sie hier tatsächlich geboten. Die so sehr gelobten Special Effects sehen aus, als wären Sie am Heimcomputer eines Hobby-Programmierers entstanden. Sie unterbieten selbst mittelmäßige TV-Doku-Computergrafiken und sehen einfach nur unecht und billig aus. Man könnte hier fast schon von Glück reden, dass diese Animationen aus Budgetgründen nur selten und dann auch nur kurz zu sehen sind, wäre die übrige Spielzeit des Films nicht durch endlos langweilige und dämliche Dialogszenen aufgefüllt worden. Spannung kommt so gut wie keine auf, ein Mitfiebern mit den blassen, uninteressanten Figuren ist nahezu unmöglich.
Die deutsche Synchronisation setzt dem Ganzen noch die Krone auf, hier kann man bedenkenlos den Begriff „Porno-Synchronisation“ verwenden. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, hat man auf talentfreie Sprecher zurück gegriffen, die ihre Texte ablesen, als handele es sich um Rezepte für Semmelknödel. Und damit wird die ohnehin kaum vorhandene Atmosphäre des Films vollends ruiniert. Die eingesetzten Geräusche (beispielsweise Schrittgeräusche oder Rascheln von Kleidung) wirken oftmals deplaziert und könnten von jedem Amateur Zuhause besser erzeugt werden. Zudem fehlt es dem frontlastigen Ton am für einen Katastrophenfilm nötigen Druck - die Chance, die billigen Animationen durch ordentliche Soundeffekte wenigstens ein wenig aufzuwerten, wurde verpasst.
Aufgrund der Leistungen der deutschen Sprecher, die Grund zum Fremdschämen bieten, ist auf jeden Fall die englische Tonspur vorzuziehen, doch wer dem Englischen nicht so mächtig ist, wie es nötig wäre, um das sinnfreie Geschwafel zu verstehen, der sei gewarnt: Deutsche Untertitel bietet die DVD nämlich nicht.
‚Quantum Apocalypse’ ist ein Film, den man nicht zu sehen braucht und der zu Recht wenig beachtet schon bald wieder in der Versenkung verschwinden wird. Hoffentlich.