Review

Einblick in das Leben und die Intrigen rund um Camelot zur Zeit König Artus....

Story:
Britannien werden von den Sachsen angegriffen, die Christen wie auch die Anhänger von Avelon niedermetzeln. Hohepriesterin Viviane (Angelica Huston), die Hohepriesterin von Avalon will das das Land einen Führer bekommt, dem alle folgen. Ihr Schwester soll mit dem Großkönig Uther diesen Führer zeugen. Der Sohn Artus soll mit Hilfe von Excalibur die Sachsen zurückschlagen. Es gelingt ihm, doch neuer Ärger ist in Anmarsch. Artus schenkt seiner Halbschwester bei einem Ritual unwissend ein Kind. Diese erfährt Jahre später, wer sein Vater ist will nun seinen Platz einfordern. Er merkt gar nicht, dass er benutzt wird.
In dieser Verfilmung sind die Frauen die Herrinnen und ziehen die Fäden. Der Film beginnt mit der Prophezeiung und Zeugung Artus. Darauf folgt eine Abarbeitung der Artus Ära bis zum Untergang. Dabei liegt das Gewicht nicht auf Kampf, sondern auf Intrigen und Ränkespielen der Frauen und der beiden Religionen. Einige männliche Figuren kommen da leider zu kurz. Das „bad ending“ zieht dann noch einen endgültigen Schlussstrich unter die Saga.

Musik:
Wie man es von mittelalterlichen Ritterfilmen gewohnt ist reagieren traditionelle Instrumente, ob Dudelsack, Flöte und Bardenmusik. Viel davon ist bei „Avalon vertreten und weiss zu gefallen. Für Fans ein Ohrenschmaus. Abgewechselt wird sie ab und zu mal durch die eine oder andere Einspielung von mystischer Musik.

Atmosphäre:
Wer hier ein Kampfspektakel a la Braveheart erwartet wir enttäuscht sein. Die „politischen“ und „religiösen“ Aspekte stehen im Vordergrund. Christentum und Anhänger Avalons schicken ihre meist weiblichen Mitglieder aus, um den Großkönig für sich arbeiten zu lassen. Da schrecken sie auch vor Flüchen und Lügen nicht zurück. Hauptaugenmerk liegt auf den Frauen Viviane, Morgaine und Morgause. Während Viviane mit Morgaine nicht sehr viel Glück hat, hat die eiskalte Morgause mit Morgaines Sohn mehr Erfolg. Sie hetzt ihn gegen seinen Vater auf. Hört sich alles sehr nach Daily Soap an :-), ist aber spannender und unterhaltsamer umgesetzt worden. Die wenigen Kämpfe sind recht unblutig und solide. Ausstattung wie Kostüme und Bauten können sich sehen lassen. Ab und zu wird aber mal der PC zu Hilfe genommen. Britannien geht in Verrat und Kampf unter. Untypisch pessimistisches Ende für ein Mainstreamfilm zur Hauptsendezeit. Ungewohnte Probleme wird der Zuschauer bei den Identifikationsfiguren haben. So richtig „gut“ ist außer Morgaine nämlich eigentlich niemand, denn jeder ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Ein verzwicktes Ränkespiel, dass im Chaos endet. Zu kurz kam mir bei diesem Film aber der Zauberer Merlin. Das Synonym für Zauberkunst und Weisheit kommt hier nur am Rande zum Zuge. Diese Figur wurde eindeutig verschenkt.

Schauspieler:
Julianna Margulies versucht nach ihrem „Emergency Room“ Ausstieg ihre Filmkarriere voranzubringen. Mit dieser Leistung gelingt ihr das nur teilweise. Ab und an wirkt sie leider wie in „Trance“ und zeigt sich zu ausdruckslos. Dann geht sie aber wieder engagiert und emotionell zur Sache. Ziemlich schwankende Leistung.
Dank Make up und Friseur hat Angelica Huston eher das Aussehen einer bösen Hexe, als das einer Hohepriesterin. Auch durch Auftreten und Handlung wirkt sie wie eher wie eine böse Intrigantin, denn wie die höchste Priesterin Avalons.

Fazit:
Für eine TV Produktion überzeugender Zweiteiler mit annehmbaren Locations und einer „etwas anderen“ Darstellung der Artus Saga. Ein Meisterwerk sollte man aber nicht erwarten. Die schauspielerischen Schwächen und das Ignorieren weiterer bekannter Figuren verärgert doch ein wenig.

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