Review

Fetziger Nu Image B-Actionfilm von Mark Roper mit Bryan Genesse als FBI-Agent.

Story:

FBI-Agent Jim Parker (Bryan Genesse) belauscht wie der kubanische Gangster Pablo (Franz Dobrowsky) einen Deal mit Mikrochips machen will.
Doch Parker verhindert den Coup und er und seine FBI-Truppe versuchen Pablo und seiner Verbrecherbande das Handwerk zu legen.
Dies gelingt ihnen auch.
Als jedoch Parkers Vorgesetzte Gina (J. Cynthia Brooks) den Fall von nun an sich reißt, will Parker den Grund dafür erfahren.
Sie will Pablo an den kubanischen General Arnaz (Anthony Fridjohn) übergeben. Der hält nämlich ihren Bruder gefangen und will ihn nur als Gegenleistung für die Mikrochips eintauschen.
Doch bei dem Austausch läuft etwas schief und Parker und Gina werden als Geiseln gefangen genommen.
Daraufhin bekommt Parker per Gehirnwäsche einen Mikrochip implantiert, was ihn zu einem seelenlosen Killer werden lässt.
Nach ein paar Auftragsmorden erlangt er jedoch sein Gedächtnis zurück um sich dann General Arnaz vorzuknöpfen.
Dieser hat bei Ginas Bruder Mike (Gavin Hood) eine Zeitbombe als eine Art Hüftgürtel befestigt, woraufhin er in den Staaten hohe Regierungsmitglieder in die Luft sprengen soll.
Nur noch FBI-Agent Jim Parker kann die menschliche Zeitbombe aufhalten ....

Schauspieler:

Bryan Genesse spielt FBI-Agent Jim Parker.
Den harten und stets alleinarbeitenden FBI-Agenten spielt er ohne wirklich großartig auszufallen. Er ist halt durchtrainiert und kann seinen Gegnern gut ein paar auf die Fresse hauen.
Mehr sollte man von ihm als B-Actionstar auch nicht erwarten.

J. Cynthia Brooks spielt Parker´s Vorgesetzte Gina.
Sie ist die ganze Zeit des Films über ihren Bruder in Sorge, alles andere interessiert sie nicht wirklich.

Anthony Fridjohn spielt General Arnaz.
Als kubanischer General überzeugt er schauspielerisch noch am besten. Er ist eiskalt und verfolgt seine politischen Ziele ohne dabei Verluste von seiner Seite zu berücksichtigen.

Joe Lara spielt General Arnaz rechte Hand Price.
In einer kleinen Nebenrolle sehen wir ihn als Gegenpart zu Bryan Genesse, was dem Film offensichtlich gut tut.
Denn etwas mehr Charisma als Genesse besitzt er doch.

Gavin Hood spielt Ginas Bruder Mike.
Er hat nur sehr wenig Screentime und deshalb sieht man ihn nur kurz wie er mit grimmer Visage und im Anzug die Bombe an der richtigen Stelle platziert.

Franz Dobrowsky spielt Gangsters Pablo.
Nur am Anfang des Films ist er zu sehen und ich hätte mir für ihn eine etwas größere Rolle gewünscht.
Auf Grund seines Akzentes bekommt der Film aber einen besseren Flair.

Inszenierung:

Da die Story schlichtweg langweilig und schon x-mal durchgekaut wurde, konzentrieren wir uns voll und ganz auf die Action.
Die Anfangsschießerei ist von Mark Roper furios in Szene gesetzt und der Actionfan kommt voll auf seine Kosten.
Es wird eine Menge geballert und die Explosionen sind auch auf gutem Niveau. Aber ich hab mich doch dann oftmals gefragt wieso eigentlich alle Autos und Gebäude um das eigentliche Geschehene herum in die Luft fliegen.
Auch wenn die Autos nur einen leichten Crash verursachen, explodieren sie sofort. Hier hat man es mit der Inszenierung etwas zu übertrieben.
Weniger ist ja bekanntlich oftmals mehr. Aber auf die Logik schaut man bei einem B-Actionfilm doch sowieso nicht.
Deshalb erfreut man sich an den schönen Explosionen und den gut choreographierten Stunts.
Im Mittelteil wird das Tempo etwas herausgenommen und man versucht die Absichten von General Arnaz etwas näher zu erläutern.
Allerdings hätte man das lieber sein lassen sollen, denn da kann der Film nur bedingt punkten.
Mit zunehmender Laufzeit nehmen die Actionszenen auch wieder zu und es gibt auch ein paar Kloppereien, die aber besser und aufwändiger hätten sein können.
Doch Bryan Genesse zeigt ein paar gute Moves mit denen er seine Gegner schnell außer Gefecht setzt.
Die Shootouts sind mit blutigen Einschüssen versehen und auch stilvoll in Zeitlupe gefilmt.
Herausragendes sollte man aber nicht erwarten.
Denn nicht alle Actionszenen sind qualitativ hochwertig.

Fazit:

„Human Timebomb“ ist einer der besten Nu Image Werke, auch wenn ihm im Mittelteil etwas die Luft ausgeht und man hier weniger Längen hätte vermeiden können.
Doch von der Action her gibt es im Film genug, auch wenn sie nichts besonders zeigt.
Der B-Actionfan wird an „Human Timebomb“ seinen Gefallen finden, allen anderen sei von dem Film abgeraten.

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