Dass Dario Argento nicht mehr derselbe Mann ist, der damals Inferno, Suspiria und Profondo Rosso geschaffen hat ist klar. Aber Giallo, dessen tolles Plakat mich sehr neugierig gemacht hat, setzt allem die Krone auf: Gähnend langweilig, nicht mal unfreiwillig komisch, A Brody agiert in einer Doppelrolle so schlecht, dass man von einem Tiefpunkt seiner Karriere sprechen kann. Bodycount: 1 (wenn ich mich recht erinnere).
Also, stay faaaar away, oder knallt Euch den Schrott rein, solltet ihr zu den D. Argentokomplettierungswahnsinnigen gehören (zu denen ich mich leider zähle).
Meine Theorie: Dario, einst ein getriebener, wütender Künstler, ist einfach alt und zufrieden geworden. Aber anstatt auf zum Beispiel Kinderunterhaltung zu schwenken (nicht lachen, Clive Barker hat das auch gemacht, obwohl ich bei ihm nicht alt und zufrieden sagen würde, sondern reich und nicht mehr in NY, sondern im sonnigen Cali [oder war es Florida?] lebend). Dario hat eine Tochter die seine Getriebenheit (mal mehr, mal weniger gekungen) fortsetzt.