Review
von Leimbacher-Mario
The Real Street Fighter
„Blood & Bone“ lässt den frisch aus dem Gefängnis entlassenen Michael Jai White sich innerlich brodelnd die Strassenkampfliga hoch-K.O.'en - natürlich nicht ohne den ansässigen Obermobster gehörig zu verärgern…
Ein Film, wie ihn früher in seiner besten Zeit JCVD gemacht hätte. Nicht mehr, nicht weniger. „Lionheart“ oder „Out For Justice“ lassen grüßen. Und das heißt was. „Blood & Bone“ ist ein unwegloses Brett! Ghetto. Straße. Bordstein. Gangster. Nennt es wie ihr wollt. Aber genau von solchen gnadenlosen, toughen Kloppern muss es wieder mehr geben. Aber davon darf man nicht ausgehen. Weder vor über zehn Jahren als er ohne Fanfaren erschien noch heute. Man, wäre ein Revival solch kompetenter Dinger geil! Aber weder ein Adkins noch ein White konnten dazu bisher führen. Alte Haudegen wie Seagal oder Lundgren erst recht nicht. Dafür leuchtet „Blood & Bone“ als Lichtblick umso sympathischer und bodenständiger. Harte Fights, fette Muckis, echte Skills. Vom Knast auf die Hinterhöfe, von der Mafia bis zu hochkarätiger Martial Arts. Das alles in nicht mehr als 90 Minuten. Nie zu flach, nie zu dumm, nie zu hohl. Nie zu viel, nie zu wenig menschliches Drama unter all dem Schweiß und Blut. Da kann man echt nicht meckern. Viel, viel besser als seine Liga und Gewichtsklasse.
Fazit: einfach badassige Action im Stile der 90er und mit einem beinharten Michael Jai White. Ehrliche, schnörkellose Könnerschaft in Sachen Handkanten, Härte und Holladiewaldfee. Genau mein Geschmack. Und der Bösewicht kann auch was. Ein Strassenfeger im Videothekenregal!