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Seismologe Jake Denning und seine Verlobte wollen eigentlich nur einen kurzen Urlaub in Jakes Heimatstadt verbringen. Die Idylle wird gestört, als eine ungewöhnlich starke Explosion die gesamte Gegend erschüttert und unzähligen Menschen von explosiven Gasen getötet werden. Schuld an der Katastrophe ist ein profitgieriger Unternehmer, der trotz Warnungen riskante Bohrungen in einer Mine vorgenommen hat - ohne zu ahnen, dass sich darunter ein Vulkan befindet. Nur Jake erkennt zunächst, dass durch die Bohrung lebensbedrohliche Gase freigesetzt wurden, die sich bei Kontakt mit Wasser entzünden. Unterstützung erhält er von seinem Seismologen-Team und der Armee. Doch die Zeit läuft ihnen davon.

DTV Katastrophenfilme haben an sich ja einen nicht gerade weltbewegenden Ruf und dann noch Jim Wynorski am Ruder, das kann ja nur im Chaos enden. Aber manchmal ist minus mal minus eben doch plus und so kommt zwar kein gute aber immer noch passabler Streifen bei rum.
Die "wissenschaftlichen" Hintergründe sollte man vorab schonmal in die Tonne treten, denn das eine Lithiumverbindung im Erdinneren lauert, die selbständig Flüssigkeiten nachläuft und deshalb sogar Menschen verfolgt und angreift, darf auch der Laie getrost ins Reich der Fabel verschicken. Auch die Story an sich ist schon hunderte Male verfilmt worden. Ein schleimiger Geldgeilmagnat verschuldet die ganze Katastrophe durch übereifrige Bohrungen im Erdinneren, wodurch die entsprechende Metalllegierung freigesetzt wird (und beinahe innovativ ist da schon, das der rücksichtsloseTycoon am Ende sogar ungerupft und nur mit dem finaziellen Verlust seiner Mine davonkommt).
Zufällig sind jedoch das Seismologenpärchen Jake und seine (gleichwertige, aber für den Filmverlauf völlig unnütze) Verlobte vor Ort und müssen gleich mitansehen, wie böse Gase einen ganzen Ort vernichten und hunderte von Toten auf den Straßen liegen (gezeigt werden aber nur drei). Die Nationalgarde wird auf den Punkt gerufen und riegelt die Gegend weiträumig ab, aber das Lithium breitet sich unaufhörlich weiter aus und sogar eine naheliegender Damm droht zu brechen.
Die erste Stunde von Fire down below ist wirklich gar nicht übel. Dankenswerter Weise verzichtet Wynorski auf den gefürchteten Menscheleiquatsch, kommt sogar bis auf wenige Eifersüchteleien komplett ohne sie aus (schon so etwas wie Innovationspunkt Nr. 2). Leider verließen ihn aber die letzte halbe Stunde entweder das Budget, die Ideen oder gar beides, denn ab hier wirds ziemlich dröge und von den oft genannten zeitlichen Abfolgen völlig daneben.
Hier rennt man nur durch die immer gleiche Kulisse (ja die Einzahl ist beabsichtigt), man achte nur mal auf diese kleine Felsformation, an der man bestimmt fünf mal entlangkraucht. Als Endlösung werden zwei simple Winzexplosionen geboten, die einem bereits 50 km unterirdisch vorgedrungen Feuer sicherlich mächtig imponieren. Bis dorthin fand ich den Film aber wirklich gar nicht schlecht, nach Wynorski Maßstäben natürlich gemessen.
5/10

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