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Hurrikan Katrina gilt als eine der bislang schlimmsten Naturkatastrophen der USA, vor allem New Orleans hat es damals schlimm erwischt.
In dieses Setting einen Cop-Krimi zu packen ist zwar ein wenig makaber, würde aber funktionieren, wenn der komplette Umstand berücksichtigt würde und die Story im Einklang mit den wahren Begebenheiten abliefe.
Hier hingegen dient die katastrophale Situation in New Orleans lediglich als Aufhänger für einen müden Stoff über korrupte Cops, Bandenkrieg im Drogenmilieu und einer großen Verschwörung.

Nur zu Beginn wird man mit Bildern der Naturkatastrophe konfrontiert, als Cop Andy (Val Kilmer) im Schlamassel der Hochwasserreste seinen toten Partner findet, der offenbar ermordet wurde.
Mit seinem neuen Partner Stan (Curtis „50 Cent“ Jackson) kümmert er sich um Drogendealer und Gangsterbosse und nimmt es mit dem Gesetz nicht immer so genau, bis ein FBI-Mann auf das Team aufmerksam wird…

Was hier an Action geboten wird, sind einzig ein paar okay geschnittene Schusswechsel unter Gangstern, den Cops oder denen, die als Drogenfahnder inkognito unterwegs sind.
Von vornherein wird einem keine Identifikationsfigur angeboten, da Kilmers Rolle ein müder Sack ist, der das Recht grundlegend auf seiner Seite sieht, dafür aber überhaupt keine nachvollziehbare Begründung liefert. Nicht anders ergeht es dem neuen Partner, der sich zwar rasch neben dem gnadenlos agierenden Andy zurechtfindet, doch keine allzu markante Persönlichkeit mitbringt.

Bei den Gangster-Typen sieht es noch etwas negativer aus, da hat man es mit klischeebeladenen Schablonen zu tun, die vom Slum-Gangsta, über den bärtigen Latino und seinen gesichtslosen Adjutanten reichen und nebenher das allgemeine Frauenbild in den dreckigsten Moloch werfen, da außer Blowjob, Gehure, Strippen und Crack inhalieren nichts rüberkommt.
Da mag man diesem Aspekt allenfalls noch die okaye Besetzung und die passable Ausstattung der einzelnen Settings zugute halten.

Doch die Erzählung kommt nie so recht in die Gänge, nicht zuletzt aufgrund eines ausgelaugt wirkenden Kilmer, der sein Programm uninspiriert herunterleiert und einem ehemaligen Rapper, den man die Rolle als Cop beileibe nicht abnimmt, auch wenn der sich redlich müht. Daneben wirkt Sharon Stone als Polizeipsychologin komplett verheizt, da die zwischengeschnittenen Dialogpassagen mit Zeitversatz lediglich als kleine Finten dienen sollen, die Geschichte im Kern aber nicht voranbringen.

So schleppt sich das Geschehen von einer Gangster-Versammlung zur nächsten, zum faden Taktieren über mögliche Einsätze, über Bestechlichkeit in jeglicher Hinsicht und einen Showdown mit Plot Twist, der sich meilenweit im Vorfeld ankündigte.
Auf Dauer wirkt das Ganze schlicht monoton und einfallslos, daran können die brauchbaren Mimen im Gesamtbild nichts ändern, zumal ihre Figurenzeichnungen höchst uninteressant ausfallen.

Drogen, Bandenkrieg, korrupte Polizisten, - eine Ansammlung von seelenlosen Zusatzstoffen ohne Nährwert, die man getrost als leichte Schlaftablette verwenden könnte.
3,5 von 10

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