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Streets of Blood (2009). Der Film kam mit viel Werbeaufwand in die Kinos, bleibt allerding weit hinter den Erwartungen zurück. Der Streifen spielt nach Hurrikan Katrina in New Orleans. Auch diese Tatsache wurde von Regisseur Charles Winkler nicht wirklich genutzt. Der Zuschauer wird nur zu Beginn des Films kurz mit einigen Einstellungen der schlimmsten Naturkatastrophen in den Vereinigten Staaten konfrontiert. Der Beginn der Handlung ist noch sehr vielversprechend. Doch dann folgt das große Gähnen. Rauschgift, Bandenkrieg, bestechliche Polizisten und sogar ein paar korrupte FBI Beamte – ein Sammelsurium ohne große Überzeugungskraft. Das Drehbuch ist mehr als dünn. Val Kilmer spielt seine Rolle lustlos und kann in keiner Weise an seine guten Filme anknüpfen. Sharon Stone ist in ihrer Rolle mehr als überflüssig und man nimmt ihr den Part einfach nicht ab. 50 Cent geht es ähnlich und der hervorragend Schauspieler Michael Biehn kann einem schon fast leidtun. Es gibt einige gute Actionszenen, die stellenweise auch richtig zur Sache gehen. Doch das war dann aber auch schon alles. Die Gangster und Rauschgifthändler werden alle sehr klischeehaft dargestellt. Es sind meistens die Schwarzen oder die Latinos, die mal wieder Ärger machen. An manchen Stellen schrammt der Film gerade noch knapp an einer frauenfeindlichen Darstellung vorbei. Die Dialoge sind platt und die mit der Handcam eingeschnittenen Szenen sind grauenhaft schlecht. Die Handlung zieht sich wie Gummi und man ist am Ende froh, dass die Sache endlich vorbei ist. Fazit: Man kann locker auf diesen Film verzichten und man fragt sich – wann gibt´s mal wieder einen guten Cop-Film. © Flatterhans

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