Daveigh Chase spielt die kleine Schwester von Donnie Darko, die über den mysteriösen Tod ihres Bruders nie wirklich hinweggekommen ist und sich nun mit einer Freundin, gespielt von Briana Evigan, auf dem Weg quer durch die USA befindet. Die beiden verharren schließlich in einem kleinen Kaff, in dem ein Komet einschlägt. Mysteriöse Ereignisse, die den Schluss zulassen, dass sie dieselbe Gabe wie ihr Bruder besitzt, häufen sich.
Auch wenn sich "Donnie Darko" bis zum Ende jeder rational erklärbaren Lösung entzog, avancierte das Mystery-Drama zum Kult. Die Folge: Obwohl es kaum einen Film gibt, der sich weniger für eine Fortsetzung empfiehlt, erscheint nun ein Sequel, das die Welt definitiv nicht gebraucht hätte.
Der Film beginnt nicht mit einem Paukenschlag, wie sein Vorgänger und läuft somit zunächst recht zäh an, bis es im Provinzkaff schließlich zu den ersten mysteriösen Ereignissen kommt. Diese können keine sonderlich guten Effekte aufbieten, sind aber durchaus mysteriös und atmosphärisch gelungen, sodass sie ihren Zweck nicht vollends verfehlen. Damit wird zunächst gelegentlich mal eine recht unheimliche Atmosphäre erzeugt, die jedoch jenseits der Traum- und Visionssequenzen nicht aufrechterhalten werden kann, wobei auch die mysteriöse Musik in den entsprechenden Szenen ihren Zweck nicht verfehlt.
Doch dann wird es zunehmend absurder, aber nicht wie beim Vorgänger, der sich zwar zwischen die Stühle setzte und mehrere Ansätze auf einmal verfolgte, ein gewisses Maß an Dramaturgie und Atmosphäre dabei jedoch nicht außer Acht lies. So ist bei "S. Darko" jedoch irgendwann der Zeitpunkt erreicht, an dem auch dem letzten Zuschauer klar wird, dass sich die Macher auf Irrwegen befinden, die sie nicht einmal im Ansatz verlassen werden, bzw. können. Und so handelt es sich bei der gesamten zweiten Filmhälfte um eine merkwürdige und zu keinem Zeitpunkt unterhaltsame Aneinanderreihung von Szenen, die teilweise ganz nette Bilder bieten, unterm Strich aber zu einem der miesesten Filme verkommen, die man sich so ansehen kann. So etwas wie einen roten Faden sucht man hier vergeblich.
Darstellerisch wird derweil halbwegs Solides, aber auch nichts Überragendes geboten, so steht die unauffällige Leistung der austauschbaren Daveigh Chase in keinem Verhältnis zur Leistung von Jake Gyllenhaal im Vorgänger, wobei dieser streckenweise vielleicht etwas phlegmatisch wirkte. Und auch der übrige Cast bietet keine Meisterleistungen auf, sondern lediglich mittelmäßige und unbekannte Gesichter.
Fazit:
"S. Darko" hat überhaupt keinen roten Faden und ist derart konfus, dass er im Grunde überhaupt nicht zu unterhalten vermag. Damit bleibt das Sequel hinter seinem, meiner Meinung nach überschätzen, Vorgänger zurück und ist das Ansehen nicht wert.
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