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War schon „Donnie Darko“ eine zum Kult verklärte, wirre Fantasy-Mystery-Suppe, wenn auch handwerklich sehr ansprechend umgesetzt, schlägt die vom Autoren und Regisseur des ersten Teils abgelehnte Fortsetzung, die 2009 unter der Regie von Chris Fisher erschien, in die gleiche Kerbe. Sie setzt Donnies Schwester Samantha als Hauptrolle ein und kopiert sämtliche Stilelemente des Vorgängers. Eigene kreative Leistungen? Gleich null. Ebenso wenig bekommt der Zuschauer hier eine auch nur ansatzweise schlüssige Handlung geboten, so dass die durchaus ansehnlichen, oft sonnendurchfluteten Bilder, skurrilen Charaktere und die Leistungen der optisch ansprechenden Hauptdarstellerin ab dem Punkt im Nichts verlaufen, an dem der Zuschauer ahnt, dass er auch hier auf kein Ende hoffen darf, das die mysteriösen Ereignisse puzzleartig zusammenfügt und ihm das große Fragezeichen von der Stirn nimmt. Leidlich unterhaltsam, letztlich aber fast schon eine Beleidigung des Publikums, da auf entscheidende Elemente einer in sich runden Geschichte einfach verzichtet wurde – vermutlich, um am Erfolg des überbewerteten ersten Teils zu partizipieren.

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