Vittoria Schiraldi hatte sicherlich im Sinn, einen Film zu bewerkstelligen, der im Sinne von "Der Pate" wenigstens teilweise ebenbürtig sein könnte. Man merkt seine Ambitionen in jeder Szene. Ein gut besetzer Film mit einem Ensemble aus italienisch und amerikanischen Schauspielern und mit von der Partie ist die fast immer engelhaft aussehende Agostina Belli, die es aber in ihrer Karriere eigenartigerweise nie geschafft hat, in die obere Riege der Stars zu kommen. Hier werden alle Register eines Mafiafilms durchgespielt: Ehre, Macht, Intrigen, Rache und eine Hochzeit darf natürlich auch nicht fehlen. Wie gesagt, alles gut besetzt, sehr gut in Szene gesetzt, Schiraldi versteht durchaus sein Handwerk (der übrigens auch Romane schrieb). Erotik und harte Gewalt gehen Hand in Hand. Die Musik ist zweckmässig, bleibt aber nicht gross in Erinnerung. Für Exploitationsfans ist genug Stoff vorhanden. Weil aus technischer Hinsicht alles überdurchschnittlich ist, aber es manchmal ein wenig am letzten Schliff fehlt (bzw. an Budget - dies ist leider auch immer wieder zu bemerken, aber wie die Italiener halt sind, sie holen aus einem niedrigen Budget das bestmögliche raus und ihre Filme sehen dann teurer aus, als sie wirklich sind) und ein wenig an Spannung, vergebe ich aber immerhin 7/10.