Review

Neben „Hellraiser „ ist Clive Barkers „Nightbreed“ wohl die bekannteste Verfilmung. Auch hier zieht Barker einige Register seines Könnens.


Aaron Boone (Craig Sheffer) leidet unter Alpträumen, die ihn immer wieder nach Midian führen, eine unterirdische Stadt, wo nur Monster leben.
Boone ist in Behandlung bei dem Psychologen Dr. Decker (David Cronenberg). Decker redet Boone ein, dass er ein Mörder ist, der schon fünf Familien auf den Gewissen hat.
Obwohl Decker in der Tat der irre Mörder ist, kann er es so drehen, dass Boone für den Mörder gehalten wird. Decker gelingt es auch, dass die Polizei Boone erschießt.
Doch Boone ist nicht tot. Kurz vorher wurde er noch in Midian von einem Monster gebissen.
Boone, jetzt ebenfalls ein Monster, macht sich auf den Weg zurück nach Midian.
Auch Boones Freundin Lori sucht Boone und kommt dabei in die Fänge von Decker. Boone kann sie gerade noch vor Decker retten. Doch Decker plant schon seinen nächsten Schachzug.
Er will mit der hiesigen Polizei Midian komplett zerstören und alle Monster töten...


Erst mal muss man den Maskenbildern hier Tribun zollen. Die Masken der Monster sind phantastisch, wie auch die gesamte Stadt Midian. Heute könnte man sicherlich spielendleicht eine bessere Welt per PC zaubern, doch wirkt gerade die Kulisse so besser und echter.

Die Schauspieler sind überzeugend, besonders David Cronenberg als irrer Mörder. Da sieht man es, Cronenberg kann es nicht nur hinter der Kamera, sondern auch davor. Grandiose Leistung von Cronenberg.
Craig Sheffer überzeugt auch. Er spielt den Boone eindringlich und überzeugt.
Zu guter letzt findet man noch einen alten Bekannten, nämlich Doug „Pinhead“ Bradley in der Rolle des Lylesberg. Doch Bradley erkennt man hinter der Maske überhaupt nicht.

Sicherlich ist Cabal nicht ganz so geworden, wie Barker sich das vorgestellt hat, dafür fehlt zu viel. Zwar kann man natürlich nicht das ganze Buch komplett verfilmen, doch hier fehlen auch gut 20-30 Minuten Film, sowohl Handlung als auch Gore. Dies merkt man schon an einigen Stellen und es ist schade, dass man wohl nie mehr den Dir. Cut von Barker zu sehen bekommt. Obwohl der Film so schon sehr gut ist, würde er durch die längeren Szenen sicherlich noch besser werden, denn wer sollte es besser können als Clive Barker selbst?


Fazit: Ein gelungener Film von Clive Barker. Obwohl einiges fehlt, wird man als Horrorfan sehr gut bedient, wenn man in die Welt von Midian abtaucht. Ein Splatterfilm sollte man aber nicht erwarten, harte Szenen gibt es kaum.

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