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4

Wenn diese Mockumentary eins unter Beweis stellt, dann Peter Jacksons Liebe für Filmmedium und Filmhistorie an sich. Der Mann kann nicht nur Horden von Zombies oder Armeen von Orks und Elben dirigieren, sondern auch Massenszenen im expressionistischen Stummfilmstil perfekt imitieren.  Es ist auch verständlich, dass sich Jackson so etwas wie einen kühnen Filmpionier aus seinem Heimatland wünscht - ironischerweise eine Position, die er selber bis zu einem gewissen Grad innehat. Leider überspannt der sympathische Kiwi mit den Schilderungen über seinen frei erfundenen Helden den Bogen sehr schnell, indem er ihn den Farb- und den Tonfilm Jahre vor ihrer tatsächlichen Entstehung erfinden, Eiklar (!) als Bestandteil des Bildmaterials verwenden, eine Kamera mittels Fahrradkette antreiben und eine ganze Stadt mitten im Nirgendwo erbauen lässt. Weniger ist manchmal mehr.

8

Gewitzte Mockumentary, die auf brillante Art und Weise einen Mythos schafft, an den so manch ein Zuschauer ohne Vorwissen glauben könnte. Denn nicht nur vermitteln Interviewpartner wie Leonard Maltin, Sam Neill oder die (genial gespielten) "Verwandten" des imaginären Filmpioniers Authentizität, sondern auch die eingestreuten Filmszenen sind völlig perfekt nachgemacht. Fazit: Ein origineller Film voller Witz und Ideen.

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