Auf dem internationalen Internat St. Anton geschehen merkwürdige Dinge! Eines Nachts verschwindet eine Schülerin spurlos. Ihre Freunde Maria, Natalie, JJ und Sam machen sich Sorgen; als dann auch noch die örtliche Polizei in den Fall mit involviert wird wächst die Panik unter den Schülern. Doch es soll nicht bei einem Einzelfall bleiben, nach und nach müssen Schüler ihr Leben lassen. Aber wer will diesen Leuten etwas Schlechtes? Sie waren beliebt und gern gesehen bei den Lehrern. Schnell wird klar, der Täter hat es auf die Beliebten unter ihnen Abgesehen! Doch liegt ein schreckliches Geheimnis auf St. Anton und der Grund für das Geschehen geht tiefer in die Vergangenheit.
Eigentlich hatte ich bei Maximum Violence ja befürchtet, das es sich hier mal wieder um ein weitgehend sinnfreies Folterfilmchen a la Pettite Mort handelt, zumal es ja auch von Walz und auf der Torture Porn Vol 2 DVD enthalten ist, aber hier zeigt der Wetterhahn doch deutlich eher in Richtung Horror sogar mit kleinen Ausflügen ins Mystische zum Finale hin. Ganz ohne Folterkram geht's beim Regisseur natürlich nicht, aber das eigentliche Thema geht doch deutlich mehr in Richtung der Slasher Ecke.
Man merkt allerdings immer noch, das man sich in einer besseren Amateurproduktion befindet, wobei das gar nicht mal unbedingt an den nicht allzu erfahrenen Darstellern liegt, die gar nicht mal so schlecht sind. Nur in den Nebenrollen ist immer noch wahlweise hölzerne chargieren oder overacten erkennbar. Eher das Taschengeldbudget, die spärlichen technischen Möglichkeiten, aber auch ein, wie ich finde, schwacher Erzählstil bieten noch viele Verbesserungsmöglichkeiten. Allerdings fehlen hier auch die guten Effekte. Durfte in Petite Mort noch ein anerkannter Splaltterhexer wie Olaf Ittenbach, die Blutfontänen lenken, schränkt man das hier deutlich ein. Meist ist es nur der klassische Schnitt mit dem Theatermesser, der ja nun wirklich niemanden mehr sonderlich beeindruckt.
Die Erklärung für die Mordserie an den urlaubsbedingten Restbeständen eines Nobelinternats passieren halt so, ohne das der Zuschauer auch nur einen Hauch an Erklärung bekommt. Diese wird dann am Ende 15 Minuten en bloc geliefert, anstatt zumindest vorher schon einmal Einblicke zu gewähren. Vor allem der Selbstmord der Direktorin sorgte so für "was bitte sollte das denn jetzt?" Momente. Immerhin wird dieses noch aufgeklärt im Gegensatz zu seltsamen Passagen, das die Polizei für einen simplen Vermißtenfall gleich die Mordkommission schickt oder warum ein normales Internat flächendeckend mit Wärmesensoren für eine Personenlokalisierung ausgestattet ist.
5/10