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Zum bereits dritten Mal präsentiert das After Dark Horrorfest ausgewählte Horrorfilme und schafft es in der dritten Staffel durchaus gelungene Genreproduktionen zu veröffentlichen. Nach eher auf Unterhaltung ausgelegten Filmen „Dying Breed“ und „Autopsy“ kommt der hier besprochene „Slaughter“ wesentlich unbefriedigender und verstörender daher.

Story: Um ein neues Leben zu beginnen und Abstand zu ihren psychotischen Ex-Freund Jimmy zu bekommen zieht es Faith in die große Stadt. Dort lernt sie in einem Club die Farmerstochter Lola kennen. Die beiden freunden sich an und als Jimmy rausbekommt wo es seine Angebetete verschlagen hat zieht Faith zu ihrer neuen Freundin aufs Land. Aber nicht nur sie hat eine harte Zeit hinter sich, auch Lola hat einiges zu verbergen und das Schlachthaus auf der Farm strahlt eine unglaubliche Faszination auf Faith aus und bald kommt sie hinter das schreckliche Geheimnis was sich auf der Farm verbirgt…

Es ist nicht leicht „Slaughter“ einzuordnen, suggeriert der Trailer in erster Linie einen weiteren Folterfilm. Denn das ist der Film in keinster Weise. Ein Drama wie es beim betrachten des Filmes über weite Strecken den Eindruck macht ist es auch nicht. Basierend auf angeblich wahren Ereignissen lässt sich „Slaughter“ mit dem erzählen seiner Geschichte viel Zeit, fängt die Geschehnisse in ruhigen Bildern ein und präsentiert sich bis zum letzten Akt als eher unspektakulär, vielleicht auch etwas langatmig. Zwar gibt es ab und an mal eine Szene welche dem Film aus dem ruhigen Erzählrhythmus.

Im letzten Akt dagegen geht es dann Schlag auf Schlag und der Zuschauer kommt das zu sehen was er eigentlich vom Trailer her erwartet: Folter. Diese Szenen sind aber trotz alledem rar und kurz gehalten, für den Folterfan eher unbefriedigend, aber dennoch nicht ohne Wirkung und auch im weiteren Verlauf der letzten 30 Minuten gibt es einige Gewaltmomente. Diese suhlen sich nicht in Blut und Gekröse, sondern wirken durch ihre doch schonungslose Art härter als in einem 08/15-Foltermovie.

Negativ wirkt sich bei „Slaughter“ aus, dass er gegen Ende hin zu viele Harken schlägt, was nicht ganz in den bisherigen Film passen mag. Das Ende an sich lässt einen eher zwiespältigen, unbefriedigenden Eindruck zurück. Es fügt sich dadurch allerdings gut in das Gesamtbild des Filmes ein. Auch die beiden Hauptdarstellerinnen wirken überzeugend.

Wer also einen Film wie „Saw“ erwartet, wird bitter enttäuscht werden und man sollte sich doch eher darauf einstellen einen Film wie „An American Crime“ zu Gesicht zu bekommen. Ein fieser Film.

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