Eigentlich spielt sich in dem verschlafenen Nest nicht viel ab, wo der einstige FBI-Profiler Harry Bailey nun als Dorfsheriff arbeitet. Doch dann werden zwei furchtbar zugerichtete Leichen gefunden. Harry vermutet gleich, dass dies kein Bär oder Puma war. Die Forensik bestätigt, dass die Proben weder von Menschen noch von Tieren sind. Die Indianer glauben, dass hier einst ein Wendigo, ein menschenfressender Gestaltenwandler, sein Unwesen trieb. Schon bald kommen weitere Leichen hinzu. Die aufgebrachten Dorfbewohner veranstalten eine eigene Jagd und erlegen einen Grizzly. Vorerst kehrt Ruhe ein, doch damit ist der Fall noch lange nicht abgeschlossen.
Das der Ex-Superman Dean Cain sich seine Rollen schon längst nicht mehr selbst aussuchen kann beweist er mit seinem Auftritt bei Man Eater erneut deutlich. Hier gibt er lediglich das vermeintlich prominente Zugpferd, das dieses lahme Horror Vehikel eigenhändig aus dem Dreck ziehen soll, aber dabei nie eine Chance hat. Zu vieles ist bei Maneater einfach nur Stückwerk. Das geht mit dem schlechten technischen Equipment los, das ein für 2009 ziemlich verwaschenes Bild abliefert, dann über die unpassende deutsche Synchro bestehend aus Betonungsverweigerern, bis hin zu C-Darstellern, die um den eher lustlosen Cain herumhampeln.
Eigentlich sollte ja wohl die alte Indianerlegende des Gestaltwandlers Wendigo im Zentrum stehen, der im Wald munter die Menschlein meuchelt und verspeist, aber der Drehbuchautor hatte wohl entweder andere Pläne oder doch arge Budgetbeschränkungen. Vom Monster und seinen Untaten ist herzlich wenig zu sehen. Alles geschieht zumeist im Dunkeln, so daß man kaum etwas vom Monstersuit oder Blut erkennen kann, bis auf die leuchtenden CGI Augen. Vielmehr langweilt man den bedauernswerten Zuschauer mit endlos öden Dialogpassagen, furchtbarem Teenie-Balzgesprächen und dem Sheriff der seiner latent läufigen Tochter erfolglos das poppen ausreden will (hey, die ist 17, die darf das doch), so das man eigentlich nur noch auf den Satz "solange du deine Füße noch unter meinen Tisch..." wartet. Klar, Dialoge sind billiger zu realisieren als Actionszenen, aber hier übertreibt man es mit der hinziehenden Laberei doch mehr als deutlich.
Ich vermute mal das man dann aber irgendwann doch merkte, daß das Drehbuch ziemlicher Kappes ist und baute noch so etwas wie eine Kriminalhandlung mit ein, denn der windige Wendigo verbirgt sich tagsüber in einer normalen menschlichen Gestalt. So bleibt eben noch die Frage, wer von den Nasen der Killer ist, wenn schon sonst wenig in Sachen Horror oder Action geboten wird. Erschwerend kommt natürlich der sichtbare Mangel an Kohle wenig zuläßt. Das Budget lag da maximal im sechsstelligen Bereich. Trotzdem bleibt Menschenfresse ein sehr lahmer Beitrag aus dem Monster aus dem Wald Genre.
3/10