Review

Ein fröhliches kleines Thrillerchen rund um einen eifersüchtigen Ehegatten, der schon meuchlings Doris Days Ehemaligen entseelt hat und nun sie platt machen will.
Sowas reicht heutzutage nur noch für einen Average-TV-Movie, damals kams vermutlich halbwegs horribel rüber. Dabei schert sich der Film nicht um Vorgeschichte, sondern steigt gleich voll ein: Day ist schon mit Psycho-Jourdan verheiratet und es braucht halt die erste Hälfte, um sie von der vagen Wahrheit zu überzeugen, die ihr der Ungetreue Mordspianist unter der Bettdecke bestätigt. Anschließend besteht der Film eben nur noch aus einer Flucht des Blondinchens, während Jourdan allgegenwärtig sein sie in den Wahnsinn treibendes Piano-Solo schmettert.

Flucht und Jagd bestimmen dann auch noch den zweiten Teil, der als eher konventioneller Polizeithriller daherkommt, wenn Jourdan zur Waffe greift. Das Ergebnis ist dann (der Titel deutet es an) eine weitere Variante von "Flug in Gefahr", nur daß diesmal kein verdorbener Fisch die Ursache für den Pilotenausfall ist, sondern zwei wunderschöne Revolverkugeln. Aber Doris kann alles, auch Passagiermaschinen landen...

Doris Day ist hier schon ganz Hatz-Hascherl, doch läßt die Storyline größere Schmachtfetzen nicht zu, sondern konzentriert sich auf die Action. Da könnte der Psychopath schon mehr punkten, doch Jourdan kommt überraschend bieder rüber, so daß die Bedrohung wie aus heiterem Himmel über die Zuschauer hereinbricht.
Alles weitere ist banaler Standard und da wir aus Omas Kino seit "Terminator" rausgewachsen sind, kann uns das auch nicht mehr wirklich beeindrucken. Wer die Day plus Spannung möchte, wende sich doch dann lieber an die "Mitternachtsspitzen". (5/10)

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