Zu dieser eurogeorgischen Produktion fällt einem eigentlich kaum was ein. Ein "Hormonrausch am Schwarzen Meer" wird versprochen, doch gerät die Geschichte von der 14-jährigen, die auf ältere Männer steht, nach furiosem Auftakt schnell aus den Fugen. Zu sprunghaft sind die Szenenfolgen, zu oberflächlich die Zeichnung der Charaktere.
Wer ist Sibylla? Woher kommt sie, wohin geht sie? Auf freiem Feld springt sie in einen rostigen, alten Mercedesbus
mit defekten Bremsen und lässt sich in eine stark sanierungsbedürftige Kleinstadt kutschieren, wo sich die Menschen offenbar nach dem Prinzip von Autounfällen begegnen. Warum sie aufeinandertreffen und warum sie überhaupt miteinander zu tun haben, bleibt weitgehend unklar. Alle sind sie unterbeschäftigt und verkörpern unreife oder hinterwäldlerische Persönlichkeiten. Besonderer Notstand herrscht in der Szene, in der sich die versammelte Kleinstadtschickeria einen alten vergessenen EMANUELLE Streifen reinzieht und es deswegen auch noch zu einem Skandal und entrüsteten Äußerungen kommt. Niemand
kann sagen, warum sich diese Menschen das überhaupt antun. Manche Filme lässt man einfach hinter sich und 27 MISSING KISSES könnte auch darunter sein.