Review

Nachdem er in Ausübung seiner Pflichten beinahe das Zeitliche gesegnet hätte, scheidet Roland Sallinger aus dem Polizeidienst und nimmt den aus tragischem Anlass vakanten Posten des Leibwächters der schönen Tochter eines alten Militärkameraden an. Rolands Freund ist ein reicher Geschäftsmann unten in Texas, und es sieht so aus, als habe ein anderer reicher und vielleicht auch krimineller Geschäftsmann aus derselben Gegend etwas gegen seinen Aufstieg. Sallinger mischt sich ein und steckt mittendrin in einem ausgewachsenen Unterweltkrieg.
Und da sind sie leider wieder, meine Schwierigkeiten mit den neueren Seagal Streifen. Hier versucht er sich mal als Bodyguard (diese Figur ging schon für Van Damme und Lundgren schief) für die schöne Tochter eines Freundes, aber als wirkliches Action Highlight taugt the Keeper nicht so richtig. Immerhin ist er körperlich recht gut beieinander, auch die Stunt Double Einsätze sind minimal, aber es fällt doch in letzter Zeit deutlich auf, das in Sachen Martial Arts nicht mehr drin ist als rasend schnell geschnittenes Handgefuchtel.
Die Story ist dabei recht simpel gestrickt ohne großen Überraschungen, mir fiel dabei aber auf das man die ersten 15 Minuten problemlos hätte streichen können. Die Bilder über seinen Mordskollegen oder seine Nichte zeigen zwar eine Art Menschlichkeits-Faktor, aber da diese Charaktere später nicht mehr auftauchen, kann man hier auch getrost vorspulen. Selbiges gilt auch für seine Tablettenmedikation und die irgendwie sinnfreie Messerwurftrainingseinlage, da diese keinen wichtigen Bezug auf die Geschichte nehmen. Zudem muß man schon froh sein, das the Keeper um die sprichwörtliche Sackhaaresbreite an einer Love Story mit der jungen Nikita vorbeigeschrammt ist.
Immerhin ist die Action recht gut geworden, auch wenn sie spärlich gesät ist. Der Schwerpunktanteil liegt dabei sogar auf den Shootouts, als auf Nahkampfeinlagen. Diese sind ordentlich blutig ausgefallen und werden den Fans sicher gefallen haben, aber sie müssen eben auch einige rührselige Dialoge ertragen. Aber hier zeigt Seagal erstaunliche Mimik Vielfalt, für seine Verhältnisse wohlgemerkt. Retten aus dem Mittelmaß kann das the Keeper natürlich nicht, mit viel grundsätzlichem Wohlwollen reichts leider nur für
6/10

Details
Ähnliche Filme