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Larry Daley ist inzwischen erfolgreicher Geschäftsmann geworden. Es mangelt ihm an nichts – und doch scheint ihm etwas zu fehlen. Etwas, das ihn dahin zurücklockt, wo er die magischste und aufregendste Zeit seines Lebens verbracht hat: Zum New Yorker Museum of National History. Seine treuen Museumsfreunde gelten mittlerweile aber als altmodisch und warten in Kisten verpackt darauf im unendlichen Archiv des Smithsonian in Washington zu verschwinden. Ihr Schicksal ist ungewiss, bis Larry einen Notruf des Miniatur-Cowboys Jebediah erhält.

Nach dem erfolgreichen Vorgänger greift das ungeschriebene Hollywood-Gesetz, das mucho pronto dann eine Fortsetzung her muß, um den ausgelösten Trend weiter zu versilbern. Nachts im Museum macht da keine Ausnahme und die Fortsetzung ist entgegen vieler anderer Beispiele sogar qualitativ einigermaßen auf dem Level des Prequels. Wie immer wird Logik und Menschverstand über Bord geworfen, das große Smithonian Museum hat dabei schlechtere Sicherheitsmaßnahmen, als ein öffentliches Urinal. Alle Figuren können sich mühelos in und außerhalb des Gebäudes bewegen, ohne das mal eine Überwachungskamera ein schüchternes pieps macht, aber das war im ersten Teil auch nicht anders und schließlich soll ja die Story im Vordergrund stehen.
Es gibt dabei ein Wiedersehen mit all den Exponaten aus dem ersten Teil, vom Osterinselkopf bis zum vorwitzigen Cowboy, sind alle alten Bekannten mit von der Partie. Ergänzt wird das ganze durch ein Rudel neuer Charaktere wie dem bösen Pharao Kamunrah, Al Capone, Napoleon, Albert Einstein in der Wackel Dackel Edition, Darth Vader, Abe Lincoln und viele mehr. Diese sind außer dem Denker mit dem Alpendialekt und den singenden Liebesgöttern auch gut gelungen, allerdings werden dadurch auch die liebgewonnenen Charaktere wie der römische Centurio oder Quasselstrippe Jebediah zu Randfiguren degradiert, mit geringer Screentime.
Die Effekte wurden dabei sogar nochmal aufgemotzt, jetzt erwachen sogar Fotographien und Ölgemälde zum Leben, allerdings tut die noch mehr, noch bunter, noch schräger dem Film nicht wirklich gut.  Die Gagdichte und -Qualität hat ebenfalls ein wenig nachgelassen, aber die Story ist immer noch für einige Lacher gut, aber mir fehlen beispielsweise die drei greisen Hausmeister aus dem Vorgänger, die einfach nur genial waren. Nichtsdestotrotz ist nachts im Museum 2 immer noch gute Familienunterhaltung mit souveränen Darstellern, allerdings kann ich mir nicht vorstellen das die Reihe noch fortgesetzt wird.
6/10

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