Review

Albino Farm
(Sunfilm/Artgore) 

Die Geschichten über eine Gruppe Studierender, die im tiefen amerikanischen Süden in einem Hinterwald eine Autopanne haben, und bald auf eine Gruppe degenerierter Hinterwäldler stößt, ist nicht unbedingt neu. Hier sind es vier junge Menschen, die an einer Studie über das alte Amerika arbeiten, auf sehr gottesfürchtige Einwohner in einer kleinen Siedlung stoßen, und die Sage von der Albino Farm hören, wo die missgebildeten und verkrüppelten Zuflucht gefunden haben, und durch Inzucht jegliche Menschlichkeit eingebüßt haben. Es kommt natürlich, wie es genretypisch vorgegeben ist. Man trifft auf die degenerierten Hinterwäldler, und gerät in eine hochgefährliche Situation.
Was uns die Regisseure Sean McEwen und Joe Anderson mit Albino Farm servieren, ist ein typischer Vertreter seines Genres. Zu Beginn ist der Film noch recht ereignislos, benötigt mehr als die Hälfte des Filmes, um seine Charaktere vorzustellen, gerät dann jedoch immer mehr in Fahrt, und steigert dann rapide seine Atmosphäre und den Spannungsaufbau. Dabei können die Macher sich auf eine Gruppe halbwegs überzeugender Darsteller verlassen, die ihre Rollen glaubhaft verkörpern.
Albino Farm wird von Sunfilm in seiner ungeschnittenen Fassung vertrieben, was ein wenig erstaunt, da zwar die Goreeinlagen nicht oft, dafür dann aber sehr heftig ausfallen.
Im Bonusbereich findet der Zuschauer nur einen Trailer und eine Programmschow.
Das Finale macht einige Drehbuchpatzer wieder wett, zeigt aber auch hier wieder, dass man den Blick immer auf die großen Filme des Genres wie Wrong Turn, The Hills Have Eyes oder Descent hatte. Somit ist Albino Farm ein recht ordentlicher Vertreter seiner Gattung, und dürfte den Fan auch über die Filmlänge gut unterhalten, jedoch zeigt er auch deutlich die Schwächen dieses doch mittlerweile sehr ausgequetschten Genres auf. Irgendwann hat man als Fan so ziemlich alle Möglichkeiten des Backwoodgenres in irgendeiner filmischen Form betrachten können.  

CFS

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