Review

"R. S. V. P." fängt eigentlich ganz nett an, mit fetziger Musik, guten Schnitten und angemessenem Tempo. Regisseur Mark Anthony Galluzzo beherrscht sein Handwerk, da gibt es kein Vertun. Bei den Schauspielern ist das leider zu einem großen Teil nicht so, besonders die Hauptdarsteller Rick Otto und Jason Mewes haben eine unübersehbare Neigung, extrablöde Gesichter zu machen. Ganz unpassend ist das nicht immer, da es hier wie in so vielen derartigen Killerkomödien in weiten Teilen ums Kiffen geht. Auch die weiblichen Figuren, die mit typisch amerikanischen Idiotennamen wie "Jordan" oder "Cricket" und ebenfalls ziemlich dämlichen Mienen glänzen, sind kein Ruhmesblatt des Films.
Trotz der ganz zu Anfang genannten Vorzüge, die besonders im zweiten Viertel des Streifens zum Tragen kommen, ist er im ganzen nicht gut. Das Rätselraten, das viele filmische Mörderspielchen mit sich bringen, fällt flach, da der Täter von vornherein bekannt ist. So will auch keine rechte Atmosphäre aufkommen, die Morde passieren ziemlich beliebig und vor allem in sehr unrealistischer Darstellungsweise, da sich alles in den Nebenzimmern des Party-Geschehens ereignet, ohne daß die anderen Gäste zufällig mal reinkommen oder auch nur akustisch etwas mitkriegen würden. Das ist doch doof, Herr Galluzzo. Besonders nervig ist auch die offensichtliche Neigung des Regisseurs, alles möglichst "jugendfrei", sprich ohne Blut und sonstige vermeintlichen Unerfreulichkeiten zu gestalten. Ein weiterer Faktor, der zur Unglaubwürdigkeit des ganzen beiträgt und das Geschehen eher wie ein blödes Spiel erscheinen läßt, statt es irgendwie spannend oder gruselig wirken zu lassen. Gerade das könnte auch ein Grund für die zunächst sinnlos scheinende 18er-Freigabe der FSK sein, da hier das Phänomen Mord auf stupide Weise verharmlost wird. Das soll wohl schwarzer Humor sein, aber wirkt letztlich nur dümmlich, zumal die schnittige Inszenierung, mit der der Film zunächst loslegte, einem verkrampften und immer schwächer werdenden Durchboxen des "Zehn-kleine-Negerlein"-Prinzips weichen muß. Das ganze ist von vorne bis hinten von pseudo-lustigen Dialogen durchsetzt, die zum größten Teil peinlich ausfallen. Die Krönung ist dann das (VORSICHT!) Ende (VORSICHT!), wo Leute, die gerade wegen ihrer toten Freunde rumgeheult haben, selbstzufrieden rumwitzeln und natürlich erstmal eine Tüte durchziehen.

Fazit: Was vielversprechend anfängt, wird bald enttäuschend. Belangloses, unblutiges Gemorde mit extrem alberner Note. Im ganzen überflüssig.

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