Sätze wie "Kleine Lügen erleichtern den Alltag" oder " wer einmal lügt dem glaubt man nicht" sind Sätze welche in unserem Sprachgebrauch fest verankert sind. Doch was wäre eine Welt, in der jeder ehrlich ist und immer haarklein erzählt was er gerade denkt? Rick Gervais der vorallem durch die Serien The Office und Extras bekannt sein dürfte hat sich also zusammen mit Mathew Robinson daran gesetzt genau diese Frage zu beantworten und geht sogar noch einen Schritt weiter und versucht zu beantworten was passiert wenn es ein Mensch schafft zu lügen und welche Konsequenzen dies alles haben könnte.
Mark Bellison ( Ricky Gervais) ist ein Versager, kein Erolg bei den Frauen, keine allzu ansprechende Figur, dabei seinen Job zu verlieren. So muss er z.B. mit anhören wie er beim ersten Date rüberkommt und kommt dabei nicht gerade gut weg, da die wahrheit nicht gerade rosig ist. Als er seinen Job verliert und seine letzten 300 dollar vom Konto abholen will, passiert jedoch etwas komisches... er entdeckt das er lügen kann. Eine Fähigkeit welche kein anderer Mensch besitzt und er macht sich dran diese auch zu nutzen.
Was hatte ich grosse Erwartungen als ich den Trailer zu diesem Film gesehn habe. Habe ich mir doch so einiges ausgemalt was man aus der Thematik machen kann... umso entaüschter war ich dann aber leider auch nachdem ich den Film gesehn habe.
Meiner Meinung nach wird die Thematik des Films nicht so gut ausgenutzt wie es vielleicht möglich wäre. So sind die lustigsten Szenen meiner Meinung nach bevor Mark herausfindet das er Lügen kann. So ist es im ersten Moment durchaus amüsant zu den einzelnen Personen zuzusehen wie sie immer nur die Wahrheit sagen können und kleine Randerscheinungen wie Beisätze an Häusern oder die Werbung eines bekannten Brauseherstellers lassen doch des öfteren Schmunzeln. Zudem hat Gervais für seinen Film diverse lustige Cameos auffahren können die durchaus zu gefallen wissen. Jedoch ist der Film welcher auf ein Familienfreundliches Publikum setzt, in einigen Punkten viel zu zahm und es fehlt ihm in vielen Punkten die letzte Konsequenz. So sinkt das Spassniveau des Films und es geht in Ernsthaftigkeit über welche dem Film nicht wirklich gut tut.
Darstellerisch kann man Gervais keinen Vorwurf machen, da er recht solide spielt. Jedoch werden andere Personen wie Jonah Hill oder Jennifer Garner, welche die weibliche Hauptperson spielt verschenkt. Rob Lowe welcher eher in den 80ern seine Erfolge auf Filmischer Seite feiern konnte kann jedoch überzeugen und spielt gekonnt den A****:
Fazit:
Potenzial verschenkt... unter anderen Voraussetzungen und einer anderen Herangehensweise an die Thematik wäre deutlich mehr drinne gewesen. Deswegen nach gutem Beginn und steilen sturz in der 2. Hälfte des Films nur eine Bewertung von 5 Punkten.