Es ist mal wieder Zeit für nackte Frauen hinter Gitterstäben.
Vollmundig angepriesen als einen der großen Klassiker der Women in Prison Welle, entpuppt sich Zuchthaus der wütenden Frauen als eine der größten Gurken ever made.
10 Violent Women (ich zähl irgendwie beim besten Willen höchtstens acht, aber gut, Mathe war noch nie meine Stärke) überfallen einen Juwelier. Alles läuft Sahne, aber beim verticken der Klunker geht dann einiges schief und vier von den Bräuten landen im Frauenknast. Hier regieren natürlich eine sadistische Oberaufseherin und ihre Gefolgsleute. Durch Erniedrigung und Gewalt, machen sie den Mädels das Leben zur Hölle. Denen stinkt das dann aber alles irgendwann gewaltig und sie planen die Flucht....
Von WIP kann bei diesem Theater eigentlich kaum die Rede sein. Nur gut ein Drittel des Films verbringen die Mädchen hinter Gittern und da ist das Ganze dann auch wenig spektakulär. Ab und an hüpft mal ein Busen aus dem Hemdchen, geduscht wird in Unterwäsche und Gewalt gibt es nur zweimal in Form eines lächerlich schlechten Fights im Waschraum und einer Folter(?)-Szene die nicht minder panne ist.
Einzig die Oberaufseherin versprüht so etwas wie WIP Atmospähre. Die Übrigen spielen absolut unterirdisch (ich erinnere nur an die von Jesus besessene Wärterin).
Der Rest des Films ist dann sogar noch schlechter (ja, dass geht wirklich). Der Überfall auf den Juwelier ist schon so richtig grotte inszeniert, aber anstatt dass es von hier aus schnurstracks ins Gefängnis geht, zieht sich der Rotz durch eine erbärmlich alberne Gangsterstory unnötig in die Länge. Die dabei zu bestaunenden Dialoge und Schaupielleistungen (selten sowas schlechtes wie die Freundin vom Diamentenhehler gesehen) sind fast schon Körperverletzung.
Unter dem Strich bleibt der bisher schlechteste WIP Film den ich je gesehen habe (und wirklich WIP ist es ja nicht mal). Diese Ehre dürfte dem Machwerk wohl auch nach Konsum aller jemals in diesem Genre veröffentlichten Streifen sicher sein, denn mieser geht es eigentlich nicht mehr.Nullmimen "spielen" sich durch ein Drehbuch das diesen Namen nicht verdient und das voll ist mit Dialogen jenseits jeder Schmerzgrenze. Auch durch die 10-Dioptrien-Trashfanbrille nicht zu ertragen. Filmischer Sondermüll. (1/10)