1
Natürlich kann man in diese, völlig verdreht zusammengecuttete, Cannibal-Torture Story so etwas wie einen psychologisch ausleuchtenden Hintergrund interpretieren. Und natürlich kann man die wenigen bösen Folterszenen als wirklich derb ansehen. Und die Darsteller sind mit Sicherheit aller erste Wahl und in Thailand die Speerspitze in ihrem Beruf. Für mich ist Meat Grinder jedoch nichts weiter als ein auf Halluzinogen zusammengetrümmerter Haufen Bilder die von irgendwelchen asiatischen Darstellern getragen, und immer wieder von dumpfen Gewaltszenen unterbrochen wird, die alles andere als schockierend wirken, da man sie allesamt irgendwo anders schon einmal gesehen hat. Wer es braucht. Bitte sehr. Ich habe diese Kacke langsam echt über.
8
Diese blutige Thaisuppe hat es in sich! Das Schauermärchen über eine zutiefst gestörte Mutter und ihr Faible für gekochtes Menschenfleisch ist die heftigste asiatische Schlachtplatte seit THE UNTOLD STORY und stößt sogar den glatt vom Thron! Immer tiefer dringen wir dank Flashbacks in die verdrehte Psyche der Mörderin, die ebenso Opfer wie Täterin ist, ein. Immer mehr grausige Details aus ihrer traumatischen Vergangenheit kommen ans Tageslicht, während ihre krassen Gewaltausbrüche zunehmen und der Leichenberg wächst. Es ist ein alptraumhaft schönes Psychogramm, sehr überzeugend gespielt, auch künstlerisch sehr anspruchsvoll, aber eben ausgesprochen ruppig und verstörend. Nicht ohne Grund hatte die derbe Leichenverwurstung mit ihren pathologisch-realistischen MakeUp-Effekten schon im eigenen Heimatland erhebliche Probleme mit der Zensur. Splatterfreunde, genießt diese fernöstliche Köstlichkeit!