Bei fiktionalen Sportarten härterer Gangart denkt man möglicherweise an Filme wie „Rollerball“, die anno 1975 das Genre des Sportfilms maßgeblich beeinflussten.
Eine interessante Mischung bietet auch dieser thailändische Streifen, denn eine Kombination aus Basketball und Martial Arts hat es bislang noch nicht gegeben. Dass die Story dabei eher nach konventionellen Mustern abläuft, gerät aufgrund zackiger Action und knallharter Fights eher zur Nebensache.
Tai kommt aus dem Knast frei, während sein Zwillingsbruder Tan mit schweren Kopfverletzungen im Koma liegt. Grund hierfür ist der Untergrund-Sport „Fireball“ bei dem jeweils ein fünfköpfiges Team gegeneinander antritt. Wer als erster einen Korb wirft, oder am Ende noch einen Player auf den Füßen behält, gewinnt das Spiel.
Also gibt sich Tai als Tan aus, um nicht nur seinen Bruder zu rächen, sondern auch das nötige Geld zu verdienen, um die teure Operation zahlen zu können…
Die schlichten Regeln lassen keine Zweifel aufkommen, dass es hier mehr um das Verprügeln des Gegners geht, als in irgendeiner Form mit taktischen Strategien an ein Spiel heranzugehen. Bereits beim „Casting“ muss sich Tai gegen den besten Spieler behaupten und kassiert einige Tritte und Hiebe, bevor der begeisterte Teamchef seinen fünften Mann willkommen heißt.
Wenig später startet das Turnier und da heißt es, mit Finten und Wendigkeit zu arbeiten, auch mal Waffen wie Metallstangen und Messern ausweichen und mächtige Prügel einzustecken, wenn man im Besitz des Balles ist.
Am Rande sorgen natürlich geldgierige Typen und gelackte Gangsterbosse für die entsprechende Finanzierung, während die Locations eher an typische Käfigkämpfe mit Zuschauer drum herum erinnern.
Über die Figuren erfährt man hingegen recht wenig. Die Spieler leben allesamt in armen Verhältnissen, stehen entweder vorm Rauswurf aus der Wohnung oder wollen ihrem baldigen Nachwuchs eine bessere Zukunft sichern. Tai hilft hingegen nicht nur seinem Bruder, sondern auch dessen Freundin Pang, die häufig am Bett ihres Geliebten wacht und Tai dennoch recht nah kommt.
Tai erlebt man insofern als Sympathieträger, da er wenige Worte verliert, stets Entschlossenheit demonstriert, auch mal impulsiv gegen den Bösewicht auftritt, aber auch Loyalität gegenüber seinen Mitspielern beweist.
Das Drumherum interessiert folgerichtig aber auch nicht sonderlich, denn die Konzentration liegt bei alledem natürlich auf der Action.
Und da zeigt die ansonsten etwas unsicher geführte Kamera durchaus ihre Stärken, ist immer auf Höhe des Geschehens, wendet variable Positionen an und bietet mithilfe der sauberen Schnitte fulminante Fights und blitzschnelle Ball-Akrobatik mit nur wenigen Zeitlupen, aber vielen harten Treffern, einigem Blutvergießen und nach einiger Zeit auch ein paar Todesopfern.
Das Finale bietet eine entsprechende Steigerung der Härte, wobei das Getümmel gegen Ende fast schon ein wenig unübersichtlich anmutet.
Das zu keiner Zeit von Klischees ausgenommene Spektakel erinnert in seiner Form recht stark an die typischen Kampfsportfilme der Achtziger, Richtung „Bloodsport“.
Dabei wirken recht solide Mimen mit, die in Sachen Beweglichkeit selbstverständlich glaubwürdiger performen, als auf mimischer Ebene.
Ansonsten dominiert ordentliche Action mit zuweilen recht deftigen Konfrontationen, während die Dramenanteile eher ein wenig Fahrt aus dem Geschehen nehmen und getrost vernachlässigt werden können.
Insgesamt aber kurzweilig und spannend genug für eine anspruchslose Sichtung.
6,5 von 10