Andere Länder, andere Sitten. Und so ist es in Thailand offenbar Brauch, sich lebendig in einem Sarg begraben zu lassen, um sein schlechtes Karma abzuschütteln, was übersetzt natürlich nach einer Variation von „Final Destination“ klingt, jedoch zu keiner Zeit in diese Richtung tendiert. Vielmehr versucht die Geschichte zwei Schicksalsschläge mit einer kleinen Portion Horror zu vermengen, was gründlich daneben geht.
Chris und Su kennen sich nicht, nehmen jedoch beide am Ritual der Beerdigung der Lebenden teil. Daraufhin erwacht Chris´ Freundin aus dem Koma und Sus Lungenkrebs scheint verschwunden. Noch ahnen sie nicht, dass sie ihr Schicksal einfach weiter gereicht haben…
Manche Aspekte fallen mit den ersten Einstellungen ins Auge, hier sind es die unsäglich überstrapazierten Blaufilter, welche in fast jeder Szene zum Einsatz kommen und als Stilmittel weder Relevanz haben, noch eine besondere Atmosphäre schüren, sondern schlicht amateurhaft aussehen.
Wirkt die Erzählung von der Prämisse her zunächst noch interessant und sieht das Massenritual rund um eine mächtige Skulptur auch noch einigermaßen imposant aus, ist mit Chris´ Erwachen im Hospital, nachdem er im Sarg eine Panikattacke erlitt, gleich wieder alles dahin.
Die Parallelhandlungen um Su und Chris stagnieren phasenweise total, etwa als Chris einer Frau durchs Gras folgt oder minutenlang durch Nebellandschaften wandert, ohne dass sich etwas Wesentliches ereignet. Die wenigen Geistererscheinungen entlocken ebenfalls kein Gruseln, denn bis auf eine Gestalt im Spiegelschrank gibt es außer verletzen Gesichtern und verärgerten Fratzen nichts zu sehen.
So wechseln sich Alpträume mit Visionen ab, gesprochen wird nur wenig und der annähernd meditative Score tut sein Übriges, die Chose wie ein einschläferndes Drama erscheinen zu lassen.
Zwar performen einige Mimen noch brauchbar und auch die Synchro ist nicht durchweg schwach, doch in Sachen Suspense tendiert man gegen Null, zumal zum Ende hin nur noch versucht wird, fadenscheinige Erklärungen zu finden, anstatt die mystische Komponente weiter auszubauen. Drei Kreuze, als der Abspann nach 78 Minuten endlich einsetzt.
Regisseur Uekrongtham versucht am Rande noch ein wenig mit symbolischen Elementen zu jonglieren, doch die langhaarigen Geister in Weiß sind inzwischen zu verbraucht, um noch für Grusel zu sorgen. So kommt die Inszenierung zu keiner Zeit in die Puschen, mäandert fast lethargisch in seinen Blaufiltern durch karge Landschaften und bringt am Ende einen müden Twist, den man drei Meilen gegen den Wind wittert.
Das wirkt im Gesamtbild wie ein Drama auf Soap-Niveau, um mit seinen müden Horror-Einsätzen zumindest noch den einen oder anderen Genrefan vor den Bildschirm zu locken, - davon sei an dieser Stelle jedoch dringend abgeraten.
2,5 von 10