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Ein US-Soldat kehrt nach dem Zweiten Weltkrieg nach Hause zurück, wo ihn seine Frau inzwischen verlassen hat, was ihn zu ihrem blutigen Forkentod auf einem Abschlussball veranlasst. 40 Jahre später ist der Mörder wieder im Umfeld des Abschlussballes zugegen mit der Forke im Gepäck.

Slasher sind eine schöne Sache, wenn es viele blutige Morde zu sehen gibt und Spannung und eine gewisse Atmosphäre aufgebaut werden. Eine sinnvoll ausgefeilte Geschichte ist dabei nicht unbedingt erforderlich.
Und eine solche wird in "Die Forke des Todes" nicht erzählt, denn die obige Kurzbeschreibung gibt im Grunde schon alles wieder. Nach dem kurzen Rückblick ins Jahr 1945 in Form einer Nachrichtensendung von der Heimkehr der Amisoldaten und dem Abschiedsbrief der Frau, die nicht mehr auf ihren in den Krieg gezogenen Schatz warten wollte, sehen wir die damalige Bluttat, wobei die Identität des Soldaten verborgen bleibt und erst ganz am Ende des Filmes aufgeklärt werden soll.
Danach geht es dann in der Gegenwart weiter, wo uns äußerst simpel gestrickte Figuren rund um den Abschlussball präsentiert werden. So gibt es neben den typischen Einzeileropfern bestehend aus heißen Bräuten und scharfen Machos für die Morde in Verdacht kommende Gestalten wie den Ladenbesitzer und seinen geistig unterentwickelten Handlanger, den spannernden Rollstuhlhocker oder den angelnden Sheriff und das Hauptpärchen, welches aus einer Blondine aus der Schreiberzunft und dem Deputy besteht, die die meiste Zeit des Films damit verbringen, hand- und fußlos in der Gegend herumzufahren, in Häusern herumschnüffeln und auf Friedhöfen wühlen.
Leider kommt bei dieser Erzählweise keine oben geforderte Spannung auf, obwohl diese durch bessere Charakterzeichnungen zum einen zum Zwecke der Identifizierung mit den Hauptfiguren und zum anderen zum heiteren Täterraten durchaus drin gewesen wäre.
Auch die ebenfalls oben geforderte Atmosphäre muss man die meiste Zeit missen, vor allem wenn man wie ich nur die deutsche Synchronfassung kennt, denn hier wird durch die wirklich schrecklich miesen Sprecher, die ihren Text gelangweilt und völlig daneben betonend ablesen, viel vom an sich vorhandenen Stimmungspotential in Form von dunklen Bildern und einer guten Musikuntermalung kaputtgemacht. Zu allem Überfluss wurden selbst Schreie und Laute synchronisiert und vermutlich auch die Hintergrundgeräusche, was ein Konzentrieren aufs Eintauchen in den Film im Keim erstickt.
Das einzige, was man bei diesem Werk positiv bewerten kann, sind die überzeugenden Effekte, die von keinem anderen als Tom Savini stammen. Dieser kredenzt mal wieder ein paar nette Blutigkeiten, wobei unter den Forken- und Messerstechereien vor allem der Unterwasserkehlenschnitt und der im Finale explodierende Kopf herausragen.
Insgesamt betrachtet reichen diese handvoll wirklich guten Effekte jedoch nicht aus, die volle Laufzeit von anderthalb Stunden ohne Langeweileempfinden zu überstehen und vor allem im zweiten von der belanglosen Ermittlungsarbeit unseres Hauptduos geprägten Drittel möchte man des Öfteren gerne vorspulen, wobei man hierbei jedoch das köstlich amüsante Telefonat mit dem Forstamtler verpassen könnte.

Insgesamt ist "Die Forke des Todes" eine größtenteils lahme Angelegenheit, bei der sich lediglich die Effekte sehen lassen können und von dem Genuss der deutschen Synchronfassung sei aufs Schärfste abzuraten.

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