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Ein brutaler Serienkiller metzelt sich 40 Jahre nach dem ersten Blutbad eines Nachts erneut durch eine feucht-fröhliche Abschlussparty. Ist es tatsächlich der gleiche Killer wie damals oder spielt ein Anderer sein blutiges Spiel?

"Forke des Todes" ist ein routinierter, aber insgesamt etwas ideenloser Teenieslasher aus den 80ern, der mit einigen netten Morden, relativ atmosphärischen Sets und stimmiger Musik punkten kann. Brauchbare Spannung auf dem Niveau eines handelsüblichen B-Genrefilms wird ebenfalls erzeugt, wenngleich Überraschungen natürlich ausbleiben. Glücklicherweise driftet das leicht trashige Vergnügen auch nicht allzu sehr ins unfreiwillig Komische ab. Auf diese Weise kann man auch im neuen Jahrtausend als Horrorfreund noch Gefallen an Joseph Zitos Machwerk finden. Richtig daneben gegangen ist allerdings die deutsche Original-Synchro aus den 80ern, die passagenweise sehr unpassend und emotionslos wirkt. Besserung verspricht da die neue australische DVD mit einer komplett neuen deutschen Synchro - und einem wunderbar hellen Bildtransfer.

Die schrillen 80er-Darsteller machen weitesgehend eine ordentliche Figur und auch Regisseur Joseph Zito zeigt, daß er spannende Horrorsujets erzeugen kann. Gleichwohl hätte die optische Umsetzung von "The Prowler" eine Idee spektakulärer ausfallen dürfen. Etwas nüchtern wirkt das Endprodukt, in dem auch verschönernde Farbfilter kaum eine Rolle spielen. Insgesamt aber eine durchaus runde Sache, was die Technik anbelangt.

Die Idee eines forkenbewaffneten Killers in US-Militäruniform soll schlussendlich ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Ein wahrlich netter Kontrast zu den sonst üblichen weissen (Hockey)Masken, wobei die finale Auflösung, wer denn nun der ach so gemeine Weltkriegs-Killer ist, hier glücklicherweise nicht mit den ersten Filmminuten gegeben wird.
Auf Seiten der Effekte gbt es eigentlich nur eine heruastechende Szene zu vermelden: Ein wunderschöner explodierender Kopf handmade by Tom Savini. Der Rest beschränkt sich auf genretypisches Rumgepieckse und Geschlitze, dessen Härtegrad doch beachtlich ausgefallen ist. Die zeitgenössische Beschlagnahmung des humorlosen Meuchelns ist durchaus nachvollziehbar.

Fazit: Eine runde und blutige Sache für Genrefans. Wer braucht schon Innovationen?!

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