Review

Action!!!!
Spannung!!!!
Special Effects!!!
Wow!!!
Und die Handlung?
Nicht ganz so mies wie befürchtet.
Aber ist es ein guter Film?

Um diese Frage zu beantworten, muß man in die Niederungen des 80er jahre prä- und postapokalyptischen Kinos eintauchen.
Diverse Kracher wie Terminator 1, Mad Max 1-3 sollte man gesehen haben. Auch ist nicht von Nachteil, wenn man Paco die Kampfmaschine und Cyborg mit Jean Claude van Demme gesehen hat. Selbst da hört es nicht auf, Black Hawk Dawn und Soldat James Ryan sowie Matrix 1-3 sollten ebenfalls auf der Vorspeisenliste stehen. Und dann natürlich noch Terminator 2 und 3.
Mischt man alle Zutaten wahllos in einem Zufallsgenerator zusammen, so ergibt sich fast zwangsläufig der Plot von Terminator 4, sogar in der Art der Inszenierung von Szenen sind gewisse Kopiereffekte nicht von der Hand zu weisen.
Muß ja an und für sich nicht schlecht sein, nur halt nicht innovativ.
Aber: Wieso muß man einen solchen Film nahezu jugendfrei hinkriegen? Und wieso achtet achtet keiner auf logische Fehler?
Ist es also schlecht?

Bevor wir das beantworten, noch ein Wort zur darstellerischen Leistung: Sam Worthington spielt entgegen allen anderen Kritiken nicht gut, nicht im geringsten. Er ist einfach nur da und macht das Beste aus seiner äußerst dankabren Rolle, die einzig gute Rolle im gesamten Film.
Christian Bale, der mir noch nie als guter Darsteller in Erinnerung geblieben ist, spielt seine übliche finstere Miene Nummer ab, also ist er auch nicht schlechter als sonst. Das Gute an ihm ist, dass er eine Menge an Charisma besitzt, weshalb er diese wirklich extrem undankbare Rolle etwas retten kann.
Und der Rest: Vergessenswert...

Die Regie?
Stets bemüht fällt mir da ein, aber irgendwie war der gute Mann mit lächerlich kurzem Spitznamen definitiv überfordert oder er hat ein Drehbuch, dass er als Jugendlicher nach Sichtung oben genannter Filme, einfach abgefilmt. Ich glaube nicht, dass er seiner Karriere mit diesem Film einen Gefallen getan hat. Und irgendwie tut er mir nicht einmal leid.

Nun zur Story:
Skynet entwickelt erstmals die Cyborg-terminator mit Menschenäußerem und John Connor trifft erstmals seinen Vater, also alles was wir schon in teil 1 wußten, dass es passieren würde, passiert hier.
Sicher es gibt die eine oder andere interessante Wendung, welche aber so plump serviert wird, dass man es schon 20 Minuten bevor es passiert kommen sieht.
Wirklich interessant ist der Auftritt eines speziellen Terminators, was man als nette Verneigung vor dem ersten teil werten könnte.
Letztendlich ist alles aber nur eine Popcorn-Variante der guten alten 18er Apokalyptischen Filmchen für die Generation "Was kommt nach der Matrix".
Dies ist der vielleicht bessere Star Wars Episode 1 im Terminatoruniversum angesiedelt, aber das ist ja nun weiß Gott kein Gütesiegel...

Fazit: keinerlei neuen Erkenntnisse, offensichtlich der erste Teil einer neuen Trilogie, möglicherweise werden die folgenden zwei Teile mehr neue Erkenntnisse zu Tage fördern, aber dann bitte von jemand anderem inszeniert.
War ich gut unterhalten? Auf alle Fälle. Action war gut, Spannung war da, Story an sich auch. Würde der Film "Roboter jagen Menschen in der Endzeiteinöde" heißen, dann würde er mit Sicherheit bessere Wertung erfahren, aber in einem so grandiosen Universum wie dem des Terminators als Fortsetzung zu dienen ist schon schwer genug. Wenn der Film dann im Endeffekt auch noch als überflüssig angesehen werden kann, dann ist das schon schade.
Denn schlecht ist er nicht, nur überflüssig.

Wirklich schade, denn der Trailer war meines Erachtens der bisher beste diesen Jahres.
Und was vielleicht als positiv hervorzuheben ist: Geärgert hat mich der Film nicht im geringsten und auch nicht die Lust an der Fortsetzung genommen, wie gesagt, er ist einfach nur überflüssig, weil eine bekannte Geschichte nun bebildert wurde.

5 Punkte

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