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Drag Me to Hell

Nach langer Zeit kehrt Sam Raimi (Tanz der Teufel, Spider-man) wieder zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert dem Publikum einen Horrorfilm, der es in sich hat.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Eine junge Bankangestellte will einer alten Zigeunerfrau keine dritte Hypothek für deren Haus geben. Daraufhin verflucht die Alte sie und hetzt dem Mädchen einen Dämon auf den Hals. Nun hat sie drei Tage Zeit das Böse wieder los zu werden. Andernfalls erwartet sie ein grausiges Ende. Gut, die Geschichte ist nun vllt. ein wenig übertrieben, aber in diesem Film auch garnicht relevant.

Denn was der Film hat, das sind Schocker, und davon nicht wenig ! Aller paar Minuten bekommt man Gänsehaut, sinkt in den Kinosessel ein und an manchen Stellen möchte man die Hände vors Gesicht nehmen, kurzum, einfach spitze !

Das Herr Raimi immer für Späße zu haben ist, hat er in Armee der Finsternis und den Spiderman Filmen oft genug bewiesen. Auch in diesem Werk kann man sich nicht selten auf die Schenkel klopfen. Allein die Oma wurde übertrieben eklig dargestellt. Comedy wurde hier als Pausenfüller zwischen die Schockern verwendet und das Rezept geht auf. Die Berg- und Talfahrten zwischen Horror und Witz hauen ganz schön rein und passen gut zusammen. Daumen hoch.

Das die Geschichte hier natürlich total untergeht ist schade, ließ sich aber wohl kaum vermeiden. Auch geht die Atmosphäre immer wieder durch die Lacher verloren. Ich meine sogar den Film könnte man ruhig als Horror-Komödie bezeichen, denn das ist er.

Man sollte ihn auf jeden Fall gesehen haben, wenn man auf richtige Schocker steht. Nach all den blutreichen Folter und Slasherfilmen der letzten Jahre freut es mich zu sehen das auch noch solche Werke geschaffen werden. Auch das Raimi sich wieder an das Horrorgenre gewagt hat ist schön. Nach dem enttäuschenden Spiderman 3 wieder ein richtig guter Film von ihm. Ich hoffe er behält diese Kurve bei. Mir gefällts. 8/10

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