Sam Raimi ist leider schon seit Jahren kein Garant mehr für gute Filme, man denke nur an seine völlig verkitschte Spinnenmanntrilogie. Mit DRAG ME TO HELL versucht er zumindest wieder ein wenig zu seinen Wurzeln, sprich: TANZ DER TEUFEL, zurückzukehren, indem er sich wieder auf temporeichen Horror, überraschungsvolle Schockmomente, makaberen Humor und allerlei obskure Spukeffekte besinnt. Diese Bemühungen sind jedoch nur bedingt von Erfolg gekrönt. Denn viele der ruppigeren Momente sind so dermaßen übertrieben und so offensichtlich darum bemüht, Grauen und Witz in irgendeiner Form miteinander zu verbinden, dass der Schuss oft nach hinten losgeht und das Ganze schon wieder lächerlich und karrikaturhaft wirkt. Von seiner alten Hochform ist Raimi also weiterhin weit entfernt. Alison Lohmans Leistung und diverse wuchtige Dämonenattacken retten den Fluchnonsens letztlich.