kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 27.01.2009
Ein herrlich physischer Film, der aber auch die Option der Psychologie bietet: Leidet die Hauptdarstellerin an Halluzinationen und der Freund ist nur so blind vor Liebe, dass er alles für sie tut? Aber die Konfrontationen mit der Zigeunerin sind so fleischlich und real, dass sich das Böse, wie eben einst in "Tanz der Teufel", wahrhaftig auf der Leinwand manifestiert. Keine Grenzen werden gezogen zwischen der Körperlichkeit Christines und dem verfallenden Wesen der alten Frau, mit ihrem zahnlosen Mund knautscht sie sich schleimig in den Unterkiefer ihrer Widersacherin hinein und selbst in der klassischen "Bett-Traum-Szene" ist die Erscheinung über alle Maßen real. Das ist das Gebräu, das Sam Raimis Arbeiten so besonders macht und "Drag Me To Hell" ist der Beweis dafür, dass der kostümierte Spinnenmann diese Fähigkeiten nicht vergessen gemacht hat.
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