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Eine der angeblich besten Ausgaben vom TATORT, nun ja. Regisseur Wolfgang Petersen und die junge Nastassja Kinski als halb Lolita und halb unschuldige Kindfrau - eine Rolle, die sie auch nicht mehr so schnell loswerden sollte - konnten hiernach größere, internationale Karrieren starten. Doch es wäre ein Trugschluss zu denken, dass die biedere Lieblingskrimireihe der Deutschen den beiden als Sprungbrett gedient hätte - seitdem hat nämlich kein TATORT-Alumni außerhalb der Heimat jemals wieder großartig etwas reißen können. Deswegen sollte man die Folge REIFEZEUGNIS auch nicht in einem verlärten Licht betrachten und ihr mehr zugestehen, als ihr gebührt. Ganz nüchtern betrachtet erweist sich diese Episode als ziemlich verschlafen und ausgesprochen spannungsarm, zumal das Ratespiel um die Identität und das Motiv des Mörders komplett entfällt. Der Film lebt einzig von Nastassjas Sinnlichkeit.

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