Review

Ich habe wirklich keine Ahnung warum dieser Film solange brauchte einen deutschen DVD-Release zu bekommen. Seit nunmehr 7 Jahren lag "Wild Boyz" sozusagen "auf Halde". Und das, obwohl er mit Stars gespickt ist, was seines gleichen sucht.

Hier tummeln sich Protagonisten wie z.B. Stephen Dorff (Blade, Felon, Judgment Night), Norman Reedus (Der blutige Pfad Gottes, Blade II), Frankie Muniz (Malcolm mittendrin, Agent Cody Banks), Baltazar Getty (Lost Highway, Herr der Fliegen), Fairuza Balk (American History X, Almost Famous), Matt Dillon (Wild Things, L.A. Crash), Johnny Knoxville (Jackass, Walking Tall), Drea de Matteo (Sopranos, Das Ende) und der kürzlich verstorbene Brad Renfro (Der Klient, Sleepers).

Ein nahezu unglaublicher Cast bei einem doch recht unbekannten Film. Sicherlich ist die Thematik der Straßengangs der 50er nicht mehr up-to-Date, dennoch wird jeder der 70er Filme wie "The Wanderers" und "The Warriors" mochte, auch mit "Wild Boyz" seine Freude haben.

Die Geschichte bezieht sich ausschließlich auf fiktive Geschehnisse im Sunset Park von Brooklyn. Jene wurden aber schön bebildert und packend einfangen. Spannend wird der Plot um den "eigenen Block" und Rache vorangetrieben, endend in einem Blutbad. Das ist zwar leicht zu durchschauen, aber wenn man einen Gangfilm im 50er Look sehen möchte, dann erwartet man das auch so.

Die Schauspieler agieren durchaus überzeugend. Die Charaktere sind zwar nicht besonders ausgefeilt und recht plakativ vorgetragen, wissen aber zu gefallen. Schnell hat man sich in die Story eingefunden und weiß zu wem man halten soll und wen man hassen muss. "Wild Boyz" wird glücklicherweise nicht sehr reißerisch inszeniert, was man auch daran merkt das Martin Scorsese als Produzent seine Finger im Spiel hatte.

FAZIT:

Ein guter Beitrag zum Thema Gangs und Banden aus der neueren Zeit, welcher leider hier in Deutschland komplett untergegangen zu sein scheint. Einen Blick ist der Film auf jeden Fall wert. Mir hat er gut gefallen..

7/10

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