In seiner Komödie "Meine Teuflischen Nachbarn" parodiert Regisseur Joe Dante das Spießbürgertum der reichen Vororte von Amerika aufs heftigste.
Der Film handelt von einer Gruppe von Nachbarn rund um Ray Peterson. Nach außen hin scheinen sie sich alle zu mögen, jedoch wird hinter dem Rücken des anderen schon mal hemmunglos über dessen Rasen gelästert. Alle Anwohner beobachten das Treiben ihrer Nachbarn akribisch genau. Als jedoch in diese "Vorstadtidylle" mit den Klopeks eine Familie zieht, die so gar nicht in das saubere Image der Gegend passen will, raufen sich auf einmal alle Nachbarn zusammen und verstricken sich in immer unglaublichere Theorien um Satanismus und Mord. Letztendlich entschließt man sich, den Klopeks einen Besuch abzustatten....
Was recht harmlos beginnt, entwickelt sich schon bald zu einer ätzenden Satire. Wenn Ray und seine Kumpane sich in immer unglaublichere paranoide Vorstellungen hineinsteigern, fällt einem schon das eine oder andere Mal die Kinnlade herunter. Kein Klischee der "typischen" Amerikaner wird ausgelassen, von Waffenbesessenheit bis hin zu blindem Patriotismus.
Sehr gut gelungen ist auch der Soundtrack, der die parodistischen Züge des Films zusätzlich unterstreicht. Die Darsteller sind ebenfalls durchweg überzeugend und runden das positive Gesamtbild ab.
8/10 Punkte