Review

Gesamtbesprechung

Sechsteilige Miniserie, gedacht als Remake einer sehr erfolgreichen 17-teiligen Serie aus den Siebzigern. Es geht um einen Typen (Jim Caviezel) der in der Wüste aufwacht und nicht weiß, wer er ist oder wie er dort hinkommt. Er beobachtet wie ein alter Mann auf der Flucht erschossen wird. Dieser sagt ihm, er soll 513 suchen.
Nach langer Suche findet er eine Kleinstadt mitten in der Wüste, in der nichts normal ist. Es gibt keine Namen, alle haben Nummern. Er ist Nummer 6 - und je weiter er in die Stadt vordringt, desto mehr droht er seinen Verstand zu verlieren. Unterstützt vom Chef der Stadt, Nummer 2 (Ian Mc Kellen).
In Ermangelung der Sichtung der - wohl viel besseren - Originalserie kann ich leider keinen Vergleich zwischen den beiden ziehen. Fakt ist aber, daß THE PRISONER ziemlich stark anfängt. Das Nichtwissen der Zuschauer, mit dem wird gespielt. Hinter jeder Ecke lauern Gefahren, trotz der überblendenden Normalität. Alle Personen sind manipulierte Marionetten ohne eigenen Willen. Mit zunehmender Laufzeit verstrickt sich die Serie jedoch leider in zahllose Nebenplots, die angerissen aber nie aufgeklärt werden, sondern völlig banal in die Ecke geschmissen werden. Es passiert auch über eine quälend lange Periode so gut wie gar nichts, nur um dann gegen Ende in diverse Metaebenen und eben ins bodenlos Langweilige und auch Unverständliche abzudriften. Nein, das war leider nichts, aber wegen des guten Starts noch ein knappes Mittelmaß.
5/10

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