Die Historie des Templerordens ist eigentlich eine recht interessante, doch für einen schlichten Slasher reicht es, sich einiger vager Fakten zu bedienen, damit der mordende Wächter in Ritterrüstung sein tödliches Werk vollbringen kann.
Leider bleibt der Humor dabei genauso auf der Strecke wie originelle Ableben.
Sie nennen sich die Weekend Warriors, die zehnköpfige Truppe um Brian, der an diesem Wochenende seinen Junggesellen-Abschied mit den Jungs feiern will. Doch am einsam gelegenen Domizil angekommen, wird die Truppe in eine Falle gelockt und der Tempelritter mithilfe zweier magischer Kreuze zurück ins Leben gerufen. Und der macht mit Schwert und Lanze alles platt, was sich ihm in den Weg stellt…
Der Brite Simon Cathart versteht es mit seinem Debüt nicht, Humor und Schrecken zu einem homogenen Popcornstreifen zu verschmelzen. Die flachen Figuren kommen während der Exposition nicht über Fäkalwitze, Pipi-Gags, Blowjobs und Andeutungen homosexueller Klischees hinaus. Auch die dubiose Vermieterin des Geländes und ihr hünenhafter primitiver Bruder bringen kaum Pep in die Bude und so muss man sich einige Zeit mit Schablonenfiguren beim Saufen, Huren mit den beiden engagierten Tussen und plumpen Sprüchen begnügen. Lediglich der indische Fahrer hat ein paar passable One-Liner parat.
Als das Morden im Wald schließlich einsetzt, geht es kaum ordentlich zur Sache, da das Blut überwiegend außerhalb des Blickfeldes der Opfer spritzt und nur ein abgetrennter Kopf, eine Axt in der Brust und ein Speer im Bauch als minimale Splattereinlagen anzusehen sind.
Da die Handlung nachts spielt, ist ohnedies nur selten etwas Explizites zu erkennen, - gerade in diesem Bereich hätte man deutlich mehr erwarten dürfen.
Was die Spannung ebenfalls trübt, ist die regelmäßig eingestreute Egosicht des Ritters in groben Orange-Tönen, welche wahllos eingesetzt wird und selbst bei Temposzenen keinen Vorteil bringt. Und da man, bis auf die Vernünftige der beiden Frauen, ohnehin mit niemandem mitfiebert, ist es völlig gleich, wen sich der mittelalterliche Übeltäter als nächstes schnappt. Jener trägt ebenfalls wenig zum Fürchten bei, allenfalls seine wuchtige Gestalt und der schwere Atem deuten an, zu welch brachialen Taten seine Erscheinung imstande gewesen wäre.
Entsprechend fade und unpointiert gestaltet sich der Verlauf, der obendrein keinerlei Überraschungen oder gar Wendungen präsentiert.
Da passen sich die grimassenschneidenden Chargen gnadenlos dem platten Skript an und selbst der Score dümpelt irgendwo zwischen 80s und Beats aus der Retorte belanglos vor sich hin.
Es mangelt an Witz, Suspense, originellen Einfällen, abwechslungsreichen Kulissen und kreativen Ableben, womit dieser Slasher in jeder Hinsicht umgangen werden kann.
3 von 10